Polizeieinsätze in Reutlingen: Streit in Unterkunft, Unfälle mit Motorrädern und weitere Ermittlungen

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen hat es am Sonntag und in der Nacht zum Montag mehrere Einsätze gegeben. Die Polizei berichtete unter anderem von Streitigkeiten in einer Flüchtlingsunterkunft, mehreren schweren Verkehrsunfällen, einem Einbruch, einem Raub, einem Brand in einem Bus sowie einem Polizeieinsatz wegen Steinwürfen von einer Brücke.
Streitigkeiten in Flüchtlingsunterkunft
Zu einer Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft in der Allensteiner Straße wurden die Einsatzkräfte am Sonntagmorgen gerufen. Dort waren kurz nach sieben Uhr fünf Bewohner aus noch ungeklärter Ursache in Streit geraten. Bereits gegen zwei Uhr hatte es an dem Ort schon einmal Streitigkeiten gegeben, bei denen die Polizei im Einsatz gewesen war. Bei den erneut aufgeflammten Auseinandersetzungen wurden drei Bewohner im Alter von 28, 37 und 41 Jahren so schwer verletzt, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Der Polizeiposten Reutlingen-West hat die Ermittlungen übernommen.
Unfälle mit Motorrädern
In Bad Urach wurde am Sonntagnachmittag auf der B28 ein 67 Jahre alter Motorradfahrer schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei war der Mann gegen 14.20 Uhr mit seiner KTM Adventure auf der Ulmer Steige in Richtung Bad Urach unterwegs. In einer Linkskurve auf Höhe der Haltebucht an dem dortigen Brunnen kam er zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr den Randstein und geriet wieder auf die Gegenfahrspur. Zwei entgegenkommende Pkw wichen nach links aus und verhinderten so eine Kollision. Das Motorrad prallte anschließend in die linken Leitplanken, der Fahrer wurde von seiner Maschine getrennt und über die Leitplanke hinweg abgeworfen. Er wurde nach einer notärztlichen Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht und nach einer Notoperation intensivmedizinisch behandelt. Der Sachschaden an der KTM wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Die Bundesstraße war für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen kurzfristig gesperrt.
Auch in Münsingen kam es am Sonntagvormittag zu einem schweren Motorradunfall. Eine 40-Jährige war gegen 10.30 Uhr in einer Motorradgruppe mit einer KTM auf der K 6769 von Gundelfingen in Richtung Indelhausen unterwegs. Kurz vor dem Ortseingang Weiler kam sie in einer langgezogenen Rechtskurve vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit nach links von der Fahrbahn ab, stürzte in der Böschung und verletzte sich schwer. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden an der Maschine liegt bei rund 6.000 Euro.
Bei Burladingen stürzte am Sonntagmittag auf der L385 zwischen Melchingen und Stetten unter Holstein ein weiterer Motorradfahrer bei einem Überholmanöver. Der 40-Jährige war kurz nach 13 Uhr mit seiner KTM Super Duke von Melchingen kommend unterwegs, als er am Ende einer langgezogenen Rechtskurve zwei vorausfahrende Pkw überholen wollte. Auf Höhe des ersten Fahrzeugs geriet er ins Schlingern, kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich mit seiner Maschine im Straßengraben. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Flüchtender Autofahrer und Polizeihundeeinsatz
In Eningen konnte ein flüchtender Pkw-Lenker am frühen Sonntagmorgen von einem Polizeihund aufgespürt werden. Polizeibeamte verschiedener Dienststellen hatten nach einem Waldfestival eine Kontrollstelle auf der Reutlinger Straße eingerichtet. Gegen 3.30 Uhr näherte sich ein VW Golf der Kontrollstelle, dessen Fahrer beim Erkennen der Polizei Gas gab. Zwei Anhaltebeamte mussten zur Seite gehen, um nicht erfasst zu werden. Mehrere Streifenwagen nahmen die Verfolgung auf. Eine Streife entdeckte das Fahrzeug in Unterhausen. Da der Fahrer teilweise mit mehr als 200 km/h unterwegs war und andere Verkehrsteilnehmer überholte, verloren die Beamten den Golf aus den Augen. Später wurde der Wagen fahrend auf einem Feldweg bei Ödenwaldstetten festgestellt. Der Fahrer stellte das Auto an einer Scheune ab, anschließend flohen beide Insassen über die Felder. In einem Pferdestall wurde der 29 Jahre alte Fahrer von einem Polizeihund aufgespürt und widerstandslos festgenommen. Ein Test ergab vorläufig knapp ein Promille Alkohol. Die Fahrerlaubnis wurde beschlagnahmt. Die Verkehrspolizei Esslingen ermittelt und bittet gefährdete Verkehrsteilnehmer, sich unter Telefon 0711/3990-420 zu melden.
Einbruch, Unfall und Raub in Esslingen
In Esslingen ist in der Pliensaustraße am Sonntag zwischen 2.30 Uhr und 15.30 Uhr in eine Gaststätte eingebrochen worden. Der Unbekannte verschaffte sich gewaltsam Zutritt zum Gastraum, hebelte dort Spielautomaten auf und plünderte sie aus. Ob noch weitere Gegenstände gestohlen wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen des Polizeireviers Esslingen.
Ebenfalls in Esslingen kam es am frühen Montagmorgen gegen 2.50 Uhr zu einem Unfall mit hohem Sachschaden. Ein 18-Jähriger kam mit seiner Mercedes C-Klasse auf der regennassen Hauptstraße aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einem ordnungsgemäß geparkten Ford Fiesta und anschließend mit einem Baum. Verletzt wurde niemand. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt circa 20.000 Euro.
Am Sonntagabend wurde in der Bachstraße vor einer Bank ein 30-Jähriger beraubt. Zwischen 22.15 Uhr und 22.50 Uhr war er mit dem Auto zu einem Geldautomaten nach Esslingen-Zell gefahren. Unmittelbar nach dem Aussteigen sprach ihn ein Unbekannter an, während ein zweiter Tatverdächtiger ihn von hinten umklammerte. Die Täter forderten die Bauchtasche, griffen den Mann mit einem Messer an, entrissen ihm die Tasche und flüchteten. Der 30-Jährige wurde an der Hand leicht verletzt und anschließend vom Rettungsdienst behandelt. Die Kriminalpolizeidirektion Esslingen bittet unter Telefon 0711/3990-0 um Hinweise. Ein Täter wurde als schlaksig mit dunklem Hautteint beschrieben.
Brand im Bus
In der Tübinger Südstadt musste die Feuerwehr am Sonntagmorgen zu einem Brand im Motorraum eines Busses ausrücken. Kurz nach 5.30 Uhr geriet der Motor während der Fahrt auf der Reutlinger Straße in Brand und wurde von der Feuerwehr gelöscht. Der Bus wurde abgeschleppt. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen nicht vor. Während des Einsatzes kam es in Fahrtrichtung Rottenburg zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen.
Ladung auf der B27 verloren
Das Polizeirevier Tübingen sucht unter Telefon 07071/972-1400 Zeugen und weitere Geschädigte, nachdem am Samstagmittag auf der B27 Ladung verloren gegangen war. Eine 59-Jährige fuhr kurz nach 13 Uhr mit einer Mercedes-Benz B-Klasse in Richtung Stuttgart, als sie kurz vor der Anschlussstelle Kirchentellinsfurt über mehrere Gegenstände fuhr. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer, möglicherweise der Fahrer eines Lkw, hatte während der Fahrt Ladung, darunter einen Buggy-Kinderwagen, verloren. Zeugen beobachteten, dass der mutmaßliche Verursacher den Vorfall bemerkt haben soll und an der Anschlussstelle Pliezhausen seine Ladung sicherte. Er konnte später nicht mehr angetroffen werden. Zur Schadenshöhe an dem Mercedes liegen keine Erkenntnisse vor.
Steinewerfer an der B27
In Bisingen führten steinewerfende Kinder von einer Brücke über der B27 zwischen den Anschlussstellen Bisingen-Nord und Bisingen-Süd am Sonntagabend zu einem Polizeieinsatz. Gegen 18.30 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Einsatzleitstelle ein. Im Zuge der Fahndung konnten zwei 13-Jährige an der Brücke vorübergehend festgenommen werden, die zuvor mehrere, teils faustgroße Steine auf darunter fahrende Autos geworfen haben sollen. Nach derzeitigem Stand wurde mindestens ein Fahrzeug beschädigt. Der Sachschaden an dem Auto wird auf rund 1.000 Euro geschätzt. Die Kinder wurden anschließend ihren Erziehungsberechtigten überstellt. Die Polizei räumte die Steine von der Fahrbahn. Das Polizeirevier Hechingen bittet unter Telefon 07471/9880-0 um Hinweise weiterer Geschädigter.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.