40 Jahre fairer Handel in Freudenstadt

Der Eine-Welt-Laden setzt auf nachhaltigen Konsum und engagierte Ehrenamtliche

40 Jahre fairer Handel in Freudenstadt
Bild zum Beitrag© Neues aus Freudenstadt

Der Eine-Welt-Laden in Freudenstadt steht seit über 40 Jahren für fairen Handel und soziales Engagement. Oberbürgermeister Adrian Sonder besuchte das traditionsreiche Geschäft in der Martin-Luther-Straße und würdigte die wichtige Rolle, die der Laden sowohl für die Innenstadt als auch für die Stadtverwaltung spielt.

Ein Schaufenster für die Welt – und für Fairness

Adrian Sonder betonte beim Besuch: „Der Freudenstädter Weltladen ist ein großartiger Beitrag zu unserer lebendigen Innenstadt mit ihrem ausgeprägten Einzelhandel. Er ist auch ein verlässlicher Lieferant für die Stadtverwaltung. Das ehrenamtliche Engagement, das hier im Sinne einer gerechteren Welt seit mehr als vier Jahrzehnten geleistet wird, ist absolut bemerkenswert.“

Doris Breyer und Brigitte Krebs vom Vorstand des Vereins führten den Oberbürgermeister durch das Ladengeschäft. Der neue Standort in der Martin-Luther-Straße bietet mit großen Schaufenstern eine breite Präsentationsfläche, auch wenn laut Breyer „viele Leute in der Stadt uns noch nicht kennen“.

Vielfalt aus allen Kontinenten: Angebot und Herkunft

Im Sortiment des Eine-Welt-Laden finden Kunden Produkte aus unterschiedlichsten Ländern – von Kaffee aus Afrika und Zentralamerika über Lederwaren und Süßwaren aus Ecuador bis hin zu Textilien aus Indien und Nepal. Insgesamt sind es mehrere hundert Artikel von mehr als 40 Lieferanten. Ein zentrales Anliegen: Die Produkte garantieren den Bauern und Erzeugern auskömmliche Preise.

  • Kaffee aus Afrika & Zentralamerika
  • Lederwaren und Süßwaren aus Ecuador
  • Bananen aus Ecuador
  • Textilien aus Indien und Nepal
  • Weitere Produkte aus Thailand und den Philippinen
  • Betreut wird das Geschäft von rund 50 Ehrenamtlichen. Monatlich wechseln Schwerpunktthemen, aktuell steht die Mango im Fokus. Besonders beliebt sind bei der Stammkundschaft Schokolade und Kaffee.

    Eine Institution für Stadtverwaltung und Wirtschaft

    Auch die Stadtverwaltung gehört zur regelmäßigen Käuferschaft und bezieht unter anderem Kaffee als Geschenk für Jubilare. Der Weltladen ist inzwischen Mitglied im Handels- und Gewerbeverein und sucht gezielt neue Kunden unter den örtlichen Unternehmen. Musterkörbe mit unterschiedlichen Themen werden zurzeit als Geschenkideen für Kunden und Mitarbeiter zusammengestellt.

    Freudenstadt als Fairtrade-Stadt

    Seit 2011 trägt Freudenstadt das Siegel „Fairtrade-Stadt“. Oberbürgermeister Sonder kündigte an, die Auszeichnung künftig stärker sichtbar zu machen, etwa auf digitalen Infotafeln an den Stadteingängen. Der Laden-Vorstand hoffe, dass so noch mehr Bürgerinnen und Bürger auf das Angebot aufmerksam werden.

    Herausforderungen im fairen Handel

    Laut Doris Breyer hat der Faire Handel mit wirtschaftlichen Schwankungen zu kämpfen: „Unsere Waren sind naturgemäß etwas teurer als im normalen Supermarkt. Konjunkturelle Schwankungen spüren wir daher sehr schnell.“ Gleichzeitig verweist sie darauf, dass die Preisunterschiede bei vielen Produkten gering sind: „Aber ein Päckchen Pfeffer, das man immer braucht, kostet bei uns auch nicht wirklich mehr. Jeder Euro Umsatz hilft.“

    Ausblick und Engagement

    Mit dem Besuch des Oberbürgermeisters und dem stetigen Engagement der vielen Ehrenamtlichen setzt der Eine-Welt-Laden weiterhin ein Zeichen für globale Verantwortung und nachhaltigen Konsum in Freudenstadt. Die Hoffnung bleibt, dass noch mehr Menschen das Angebot entdecken und sich für fair gehandelte Produkte entscheiden.

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