Adenauer und De Gaulle: Freundschaft, die Geschichte schrieb
Neue Ausstellung in Freudenstadt zeigt den Élysée-Vertrag und die deutsch-französische Beziehung – Eintritt frei bis 12. Februar

Mit einer feierlichen Eröffnung wurde die Ausstellung "Adenauer - De Gaulle. Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft" im Kienbergfoyer des Freudenstädter Kongresszentrums eingeweiht. Die Veranstaltung am 26. Januar 2026 setzte ein deutliches Zeichen für die lebendige Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Zahlreiche Besucher, darunter auch Gäste aus Frankreich, wohnten der Zeremonie bei.
Feierlicher Auftakt mit prominenten Gästen
Im Rahmen des Treffens der deutsch-französischen Gesellschaften Baden-Württemberg versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgerschaft und Kommunalpolitik. Die Festaktreden betonten die historische wie aktuelle Relevanz der deutsch-französischen Beziehungen. Besonders im Mittelpunkt stand das 150. Geburtsjahr von Konrad Adenauer, einem der herausragenden Wegbereiter der Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Oberbürgermeister Adrian Sonder hob in seiner Ansprache die tiefe Verbundenheit Freudenstadts mit der französischen Partnerstadt Courbevoie hervor. Diese Städtepartnerschaft besteht sogar schon länger als der berühmte Élysée-Vertrag.
Historische Zitate und symbolische Vergleiche
Sonder erinnerte an Adenauers bildhaften Vergleich: Die deutsch-französische Verbindung gleiche einer Rose, die – auch wenn sie vorsichtig behandelt werden müsse – jeden Frost übersteht und im Frühjahr stets neu erblüht.
Gaël De Maisonneuve, französischer Generalkonsul in Baden-Württemberg, würdigte das Engagement Freudenstadts um die Freundschaft beider Nationen. In seiner Rede betonte er: Der Élysée-Vertrag sei bis heute "ein starkes Symbol". Um die Beziehungen weiter zu stärken, brauche es weiterhin Mut und Engagement.
Ausstellungsinhalte und pädagogisches Angebot
Die Ausstellung zeigt auf 20 farbenfroh gestalteten Tafeln, wie sich aus einstigen Feinden enge Partner entwickelten. Im Mittelpunkt steht die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, die das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich auf ein neues Fundament stellten.
Mit zweisprachigen Erläuterungen richtet sich die Präsentation an ein breites Publikum. Besonders junge Menschen werden durch das Design sowie ergänzendes pädagogisches Material der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus angesprochen. So eignet sich die Ausstellung für alle Altersgruppen und jegliches Vorwissen.
Musikalische Begleitung und Atmosphäre
Für musikalische Umrahmung sorgte eine Besetzung der Stadtkapelle Freudenstadt, unter anderem mit der Europa-Hymne. Die Bilder des Abends zeigen neben den Hauptrednern auch die Musiker und das Publikum, das die symbolträchtige Atmosphäre genoss.
Zugang und Besuchsinformationen
Die Ausstellung steht allen Interessierten offen und versteht sich als Einladung, die Entwicklung der deutsch-französischen Partnerschaft nachzuvollziehen und deren Bedeutung für Europa zu reflektieren.
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