Französische Schüler erkunden Freudenstadt

Austausch fördert interkulturelle Freundschaften, Verständnis und Toleranz zwischen beiden Ländern

Französische Schüler erkunden Freudenstadt
Bild zum Beitrag© Neues aus Freudenstadt

Eine Gruppe französischer Schüler des Collège Les Bruyères aus Courbevoie ist aktuell zu Gast in Freudenstadt. Der Schüleraustausch, Teil einer langen Städtepartnerschaft, bietet jungen Menschen beider Länder vielfältige Gelegenheiten, Kultur, Sprache und Alltag hautnah zu erleben. Für viele der französischen Jugendlichen ist die große Waldlandschaft im Nordschwarzwald eine gänzlich neue Erfahrung.

Begegnung im Zeichen der Städtepartnerschaft

Der Austausch begann mit einem offiziellen Empfang im Rathaus von Freudenstadt. Oberbürgermeister Adrian Sonder, der Teile seines Studiums in Frankreich verbrachte, begrüßte die Jugendlichen gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern. Sonder unterhielt sich mit der Gruppe auf Deutsch und Französisch und unterstrich die Besonderheit des persönlichen Austauschs.

Sonder schilderte Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen dem Leben in beiden Ländern. Themen wie Essgewohnheiten, Vorlieben bei der Tagesgestaltung oder Herangehensweisen an Probleme wurden humorvoll angesprochen. Er betonte, wie bereichernd es sei, voneinander zu lernen: „Da gibt es kulturelle und sprachliche Unterschiede. Das ist spannend und gut so. Denn beide Seiten können viel voneinander lernen.“

Einblick in das deutsch-französische Erlebnisprogramm

Im Mittelpunkt des Austauschs steht die direkte Begegnung. Die Lehrkräfte Leyla Altekin, Katrin Pallesche (Kepler-Gymnasium), Beate Hilscher, Ramzi Jaaouar und Sophie Gueusquin betreuen das Projekt engagiert. Gemeinsam mit den Gastfamilien und Gastgebern erleben die Schüler ein abwechslungsreiches Programm:

  • Führung im Mercedes-Benz-Museum Stuttgart
  • Besuch des Gartenschau-Geländes in Freudenstadt
  • Adventure-Golf in der Nordstadt
  • Ausflug an den Mummelsee
  • Teilnahme am Unterricht, um den deutschen Schulalltag kennenzulernen
  • Diese Aktivitäten geben nicht nur Einblicke in die Region, sondern fördern das Verständnis für Kultur und Lebensart.

    Der Austausch als prägendes Erlebnis

    Der Oberbürgermeister hob hervor, dass echte Begegnungen – im Gegensatz zu digitalen Kontakten – einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Seine eigenen Erfahrungen als Austauschschüler unterstrichen, wie sehr persönliche Kontakte zur Vertiefung der Sprachkenntnisse und zur Entwicklung einer engen Beziehung zum Nachbarland beitragen.

    Die Schüler des Kepler-Gymnasiums waren bereits im April zu Gast in Courbevoie, einer Stadt, die trotz unmittelbarer Nähe zu Paris viel Grün und Lebensqualität bietet. Der gegenseitige Aufenthalt vertieft die Partnerschaft und bietet authentische Einblicke in den Alltag jenseits der Landesgrenze.

    Bedeutung und Ausblick

    Der Schüleraustausch zwischen Freudenstadt und Courbevoie vermittelt jungen Menschen wichtige Kompetenzen für ein gemeinsames Europa – Offenheit, Neugier und Toleranz. Die Erlebnisse in der Natur, beim Unterricht und im Alltag schaffen Erinnerungen, die über den Aufenthalt hinaus wirken. Die Städtepartnerschaft ist damit weit mehr als ein formaler Bund: Sie ist gelebte Völkerverständigung im Alltag.

    Das nächste Austauschprojekt ist bereits in Planung. Die Verantwortlichen betonen, wie wichtig die persönliche Begegnung für die Bildung interkultureller Freundschaften ist. Die Schüler werden nicht nur ihre Sprachkenntnisse stärken, sondern auch ihre Perspektiven erweitern.

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