Freudenstadt erneuert Bahnhofsvorplatz
Mit Fördergeldern und DB-Investitionen entsteht ein moderner, barrierefreier Verkehrsknotenpunkt

Die Stadt Freudenstadt hat mit einem ambitionierten Beschluss im Gemeinderat die Weichen für die umfassende Um- und Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Hauptbahnhof gestellt. Das Großprojekt markiert einen wichtigen Meilenstein in der Stadtentwicklung und setzt ein Zeichen für moderne, nachhaltige Mobilität sowie attraktive Aufenthaltsqualität.
Gemeinderat beschließt Zukunftsprojekt trotz angespannter Haushaltslage
Mit einem Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat Freudenstadt das Infrastrukturvorhaben offiziell auf den Weg gebracht. Oberbürgermeister Arian Sonder hebt hervor, dass dieses Projekt ein finanzielles Novum darstellt: „Trotz schwieriger Haushaltslage haben wir eines der größten Infrastrukturprojekte der letzten Jahrzehnte auf den Weg gebracht. Dies war nur möglich, weil wir neue Wege in der Finanzierung gehen und eine Förderung in Höhe von 85 Prozent erhalten werden.“
Die Finanzierung erfolgt in enger Kooperation mit der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH, wodurch der städtische Eigenanteil von rund 620.000 Euro über mehrere Jahre gestreckt werden kann.
Modernisierung des Bahnhofsgebäudes – DB InfraGO investiert
Gleichzeitig steht das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude im Fokus umfangreicher Investitionen durch die Bahn-Tochter DB InfraGO. Bis 2027 werden 3,5 Millionen Euro in dessen Renovierung und Modernisierung fließen, wobei der historische Charakter des Gebäudes erhalten bleibt. Damit wird Freudenstadt als ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt gestärkt – insbesondere durch seine Lage zwischen der Gäubahn, Karlsruhe und dem Kinzigtal.
Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes: Maßnahmen und Ziele
Der neue Bahnhofsvorplatz wird den Abschluss des umfassenden städtebaulichen Sanierungsprogramms im Stadtquartier markieren. Die Stadt folgt damit ihrer Verpflichtung aus der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und setzt auf nachhaltige Mobilitätslösungen sowie eine Steigerung der Aufenthaltsqualität rund um den Hauptbahnhof.
Die geplanten Neuerungen im Überblick:
Für das Bauvorhaben werden insgesamt 85 Prozent der Kosten gefördert. Der Baustart ist frühestens für 2028 avisiert.
Städtebauliche Entwicklung und neue Forschungsimpulse
Der Umbau des ehemaligen EnBW-Gebäudes, der Bau eines Biomarkts und die Verwirklichung neuer Wohnprojekte in Bahnhofsnähe sind bereits erfolgreich abgeschlossen. Im nächsten Schritt plant die Universität Stuttgart am Campus die Ansiedlung eines Wasserstoff-Forschungsprojekts. Hierzu wurde ein zunächst verpachtetes Grundstück zwischen Stadt und Universität vereinbart.
Bedeutung für Pendler und Tourismus
Der Hauptbahnhof Freudenstadt soll künftig eine immer größere Rolle als Verkehrsdrehscheibe für Bahn, Bus, E-Car-Sharing und Radverkehr einnehmen. Von der Neugestaltung profitieren nicht nur Pendlerinnen und Pendler, sondern ebenso der regionale und überregionale Fremdenverkehr.
Mit dem Startschuss für die neugestaltete Mobilitätsdrehscheibe setzt Freudenstadt ein wichtiges Signal für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung und wartet auf die nächsten Planungsschritte – stets mit Blick auf nachhaltige und bürgerfreundliche Lösungen.
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