Freudenstadt schafft neue Trauorte

Standesamtliche Hochzeiten sind künftig im Rathausturm, in den Forbachgärten und bald auf dem Kienberg möglich – für kleine Feiern ebenso wie für größere Gesellschaften.

Freudenstadt schafft neue Trauorte
Bild zum Beitrag© Neues aus Freudenstadt

Die Stadt Freudenstadt setzt bei Trauungen künftig auf ein breites Konzept mit unterschiedlichen Orten für standesamtliche Hochzeiten. Das Angebot reicht von sehr kleinen, intimen Rahmen bis hin zu Trauungen mit deutlich mehr Gästen. Nach Angaben der Stadt kommt das neue Traukonzept bei Paaren gut an.

Trauungen an mehreren Orten möglich

Besonders im Mittelpunkt steht die neue Möglichkeit, sich im Rathausturm hoch über Deutschlands größtem Marktplatz trauen zu lassen. Der Ort richtet sich vor allem an Paare, die eine kleine und persönliche Zeremonie bevorzugen. Seit einigen Wochen bietet die Stadtverwaltung dort standesamtliche Hochzeiten an. Anfang Juli sollen die ersten beiden Paare dort ihr Ja-Wort geben.

Für die Stadtverwaltung ist das ein besonderer Moment. Kerstin Baur, Leitung Bürger-Dienste im Rathaus, verweist darauf, dass die beiden Paare nicht aus Freudenstadt kommen, die Stadt aber von Urlaubsaufenthalten kennen. Auch für die Standesbeamtinnen sei das ein besonderer Anlass.

Freie Trauorte wieder im Programm

Ergänzt wird das Angebot durch eine Trauung im Freien in den Forbachgärten, die an die Gartenschau anknüpft. Auch dieser Ort stößt bei Paaren auf Interesse. Laut Stadt hatten sich Interessierte dort bereits vormerken lassen. Ursprünglich war vorgesehen, erste Trauungen dort erst 2027 anzubieten. Die notwendigen Voraussetzungen konnten jedoch schneller geschaffen werden als geplant.

Ein weiterer Trauort soll in Kürze hinzukommen: die Liegewiese auf dem Kienberg. Sie wurde bereits als Trauort gewidmet. Sobald die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, sollen dort Termine möglich werden.

Viel Auswahl für unterschiedliche Gesellschaftsgrößen

Mit dem neuen Konzept bietet Freudenstadt Trauungen drinnen und draußen sowie für unterschiedliche Größen von Hochzeitsgesellschaften an. Die Stadt nennt dafür mehrere Orte mit jeweils klaren Kapazitäten:

  • Großer Ratssaal, Kurgarten und Gerhard-Hertel-Saal im Kurhaus: bis zu 70 Gäste
  • Forbachgärten: rund 50 Gäste
  • Balkonzimmer des Rathauses: etwa 25 Gäste
  • Plattform des Rathausturms: fünf Personen insgesamt, also das Paar, die Standesbeamtin oder der Standesbeamte und zwei Trauzeugen
  • Wer eine Trauung im Freien bucht, erhält automatisch eine Schlechtwetter-Alternative in Form eines Saals. Außentrauorte werden im Zeitraum von Mai bis September angeboten.

    Reaktion auf veränderte Wünsche

    Die Stadtverwaltung verzeichnet im Durchschnitt rund 100 standesamtliche Hochzeiten pro Jahr. Die meisten Paare kommen von auswärts, wie Kerstin Baur erläutert. Mit dem neuen Konzept reagiert die Verwaltung nach Angaben von Jessica Großmann, Teamleiterin Standesamt, auf die Wünsche der Paare.

    Großmann beschreibt, dass sich viele Paare inzwischen nur noch standesamtlich trauen lassen. Dadurch fielen die Feiern oft umfangreicher, feierlicher und individueller aus. Die Größe der Gesellschaft, der Rahmen und die Örtlichkeit spielten dabei eine größere Rolle. Ziel des neuen Konzepts sei es, für unterschiedliche Vorstellungen passende Möglichkeiten anzubieten.

    So entsteht in Freudenstadt ein Angebot, das auf verschiedene Bedürfnisse zugeschnitten ist: von der kleinen Trauung mit Aussicht bis zum festlicheren Rahmen mit mehr Gästen. Für Paare eröffnet die Stadt damit mehrere Optionen an Orten, die sich deutlich voneinander unterscheiden und dennoch ein gemeinsames Ziel haben: den passenden Rahmen für den besonderen Moment.

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