Freudenstadt und Courbevoie stärken akademischen Austausch

Neue Kooperationen in Robotik, KI und Cybersicherheit eröffnen Chancen für Studierende und Unternehmen

Freudenstadt und Courbevoie stärken akademischen Austausch
Bild zum Beitrag© Neues aus Freudenstadt

Der akademische Austausch zwischen den Partnerstädten Freudenstadt und Courbevoie erhält neuen Auftrieb: Vertreter des Campus Schwarzwald Freudenstadt und der französischen Ingenieurshochschule ESILV (Ecole Supérieure d'Ingénieurs Léonard de Vinci) haben bekräftigt, die Kooperation weiter zu intensivieren. Ziel ist es, künftig noch mehr Studierenden den Weg ins Nachbarland zu ebnen und den bilateralen Wissenstransfer auf ein neues Level zu heben.

Stadt und Hochschulen setzen Zeichen für Internationalisierung

Am Dienstag kamen im Freudenstädter Rathaus Oberbürgermeister Adrian Sonder, Campus-Geschäftsführer Stefan Bogenrieder und Swaminath Venkateswaran, Lehrender Forscher und Leiter Fachrichtung Industrie und Robotik an der ESILV, mit weiteren Beteiligten zusammen. Der Anlass: Ein konstruktives Gespräch über die Zukunft gemeinsamer Projekte und über den studentischen Austausch, der bereits Früchte trägt.

Swaminath Venkateswaran war im Rahmen einer Initiative zur Förderung von Forschung und Lehre zu Gast und nutzte seinen Aufenthalt, um die Halbzeitbetreuung von Ibrahim Sambare Almountaka durchzuführen. Almountaka, Student der Fachrichtung Industrie und Robotik an der ESILV, absolviert derzeit ein viermonatiges Praktikum am Campus Schwarzwald. Der Besuch wurde zudem zum Anlass genommen, weitere Dozenten aus Frankreich in Freudenstadt willkommen zu heißen.

Starke Impulse aus beiden Partnerstädten

Die Anfänge des wissenschaftlichen Austauschs liegen in einer gemeinsamen Initiative von Courbevoies Bürgermeister Jacques Kossowski und Oberbürgermeister Adrian Sonder. Besonderes Augenmerk liegt auf dem gegenseitigen Nutzen und den vielseitigen Verflechtungen zwischen Courbevoie – einer Großstadt an der Peripherie von Paris – und dem kleineren, aber technologienahen Freudenstadt.

Oberbürgermeister Sonder hebt hervor, dass gerade die Verschiedenheit beider Städte den Reiz der Zusammenarbeit ausmacht. Trotz unterschiedlicher Strukturen funktioniere die Kooperation vorbildlich und bringe neue, vielseitige Impulse.

Innovative Industrie als Motor

Stefan Bogenrieder verweist auf die hohe Dichte mittelständischer Industrieunternehmen im Kreis Freudenstadt. Viele der Betriebe sind weltweit führend in ihren Bereichen und gelten als besonders innovationsfreudig. Inhabergeführte Strukturen, regionale Verwurzelung und die Fähigkeit, unbürokratisch auf neue Technologien zu reagieren, werden als wesentliche Standortvorteile gesehen.

Kooperationsfelder mit Zukunftspotential

Im Dialog betonte Swaminath Venkateswaran, dass es für erfolgreiche Projekte unerheblich sei, ob Unternehmen aus urbanen Ballungsräumen oder ländlichen Regionen stammen. Er äußerte die Bereitschaft, weitere Studierende seiner Hochschule für Kooperationen zu motivieren und nach Freudenstadt zu entsenden.

Für Stefan Bogenrieder passt die Partnerschaft inhaltlich wie inhaltlich: Überschneidungen bestehen vor allem in den Bereichen Robotik, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Cybersicherheit.

Perspektiven für Studierende und Unternehmen

Der Ausbau des Austauschs verspricht vielfältige Vorteile – nicht nur für die Studierenden, die internationale Erfahrung und neue Kenntnisse sammeln, sondern auch für die beteiligten Unternehmen und Hochschulen. Mit dem geplanten Ausbau der Partnerschaft setzen Freudenstadt und Courbevoie ein klares Zeichen für den grenzüberschreitenden Wissenstransfer und die Stärkung des Innovationsstandortes.

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