Freudenstadt will zur Rosenstadt werden
Schwarzwälder Rosenfreunde bewerben den Titel – mit dem Rosenweg am Kienberg und rund 2500 Rosenarten im Fokus.

Freudenstadt will den offiziellen Titel „Rosenstadt“ erhalten. Die Stadt unterstützt die Bewerbung der Schwarzwälder Rosenfreunde, die Mitglied der Deutschen Rosengesellschaft sind, und setzt dabei auf ein Projekt, das bereits sichtbar im Stadtbild verankert ist. Im Mittelpunkt steht der Freudenstädter Rosenweg am Fuß des Kienbergs, der mit rund 2500 unterschiedlichen Rosenarten verbunden ist.
Unterstützung für die Bewerbung
Die Zusage der Stadt kam bei einem Vorort-Termin am Fuß des Kienbergs. Dort machten Oberbürgermeister Adrian Sonder und Gabriele Zürn, Leiterin des städtischen Baubetriebsamts, den Schwarzwälder Rosenfreunden deutlich, dass die Verwaltung die Bewerbung nach Kräften unterstützt.
Für die offizielle Anerkennung als Rosenstadt ist bereits eine wichtige Voraussetzung erfüllt: Der Verein ist offiziell Mitglied der Deutschen Rosengesellschaft. Nach Angaben der Stadt ist damit ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Auszeichnung geschafft.
Rosenweg als zentrales Projekt
Der Freudenstädter Rosenweg beginnt am Fuß des Kienbergs und spielt für das Vorhaben eine zentrale Rolle. Dort wachsen insgesamt rund 2500 unterschiedliche Rosenarten, die bald auch wieder blühen sollen. Der Rosenweg wird von der Stadt als Gewinn für Freudenstadt gesehen und als Projekt, das Gästen und Einwohnern gleichermaßen auffällt.
Oberbürgermeister Adrian Sonder betonte bei dem Termin die Bedeutung des Rosenwegs für die Stadt und verwies auf das bürgerschaftliche Engagement der Vereinsmitglieder. Auch die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Verein wurde als bemerkenswert beschrieben.
Positive Signale aus dem Verband
Über den Stand des Bewerbungsverfahrens informierte Dr. Ulrich Schanbacher, Vorsitzender der Schwarzwälder Rosenfreunde. Demnach habe der Freudenstädter Verein bislang positive Zeichen vom Dachverband „Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde“ erhalten. Die Entscheidung über die Bewerbung werde im Herbst erwartet.
Nach Darstellung des Vorsitzenden gibt es in Baden-Württemberg derzeit nur eine offizielle Rosenstadt: Baden-Baden. Beide Städte würden sich in ihrer jeweiligen Konzeption gut ergänzen. Während Baden-Baden den Schwerpunkt auf Rosenneuheiten und Parkrosen legt, konzentriert sich Freudenstadt auf Wildrosen und historische Rosen.
Passend zum Standort
Die Ausrichtung auf Wildrosen und historische Rosen passe auch gut zur Lage Freudenstadts auf Höhe und zur naturnahen Umgebung, so Schanbacher. Damit werde das Profil der Stadt durch das Rosen-Thema zusätzlich geschärft.
Weitere Schritte im Stadtgebiet
Als nächstes Ziel nennt der Verein lebendige Brücken vom Stadtbahnhof bis zum Kienberg. Auch innerhalb der Stadt soll das Thema sichtbar werden. Am unteren Marktplatz vor den Arkaden wurde bereits ein 60 Quadratmeter großes Rosenfeld gepflanzt, das als Willkommensgruß für Gäste der möglichen Rosenstadt gedacht ist.
Als Zugang zum Rosenweg wurde außerdem die Forststraße, die Verbindung zwischen Stadtbahnhof und Marktplatz, mit 30 Rosen geschmückt. Dort entsteht nach Angaben des Vereins ein rosiges Entrée zum Marktplatz. Die Hochstammrosen sind 1,80 Meter hoch.
Rosen auf Augenhöhe
Dr. Ulrich Schanbacher beschrieb die Idee hinter der Bepflanzung mit einem direkten Bezug zum Stadtraum: Der Duft solle auf Nasenhöhe wahrnehmbar sein, damit Besucher nicht in die Knie gehen müssten, um die Rosen zu riechen und zu betrachten.
Vorhandene Pflanzungen und weitere Ideen
Am Unteren Marktplatz wurde bereits im Jahr 2025 anlässlich der Gedenkwoche „80 Jahre Zerstörung Freudenstadt“ ein Feld der sogenannten „Friedensrose“ gepflanzt. Ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Rosenstadt ist die Bepflanzung des Promenadeplatzes mit der Alexander-von-Humboldt-Rose.
Der Vorstand hofft zudem, dass das Thema Rosenstadt auch in den Schaufenstern, Gaststätten und vor Privathäusern sichtbar wird. Damit soll die Bewerbung nicht nur durch einzelne Flächen, sondern im gesamten Stadtbild getragen werden.
Weitere Informationen
Weitere Informationen stellt der Verein unter der angegebenen Website bereit.
Einordnung
Mit der Bewerbung um den Titel „Rosenstadt“ setzt Freudenstadt auf ein Projekt, das Stadtentwicklung, bürgerschaftliches Engagement und ein klar erkennbares Thema miteinander verbindet. Der Rosenweg, die Pflanzungen an wichtigen Stellen im Stadtgebiet und die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Verein bilden dafür die Grundlage. Die Entscheidung im Herbst wird für das weitere Vorgehen entscheidend sein.
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