Kurzmitteilung: Zwei Skulpturen bleiben Freudenstadt erhalten
Die Stadt hat „Windspiel“ und „Rennaissance“ vom Kunstweg an der Adlersteige übernommen – für zwei weitere Werke werden noch Sponsoren gesucht.

Zwei Skulpturen des Kunstwegs an der Adlersteige gehören nun der Stadt Freudenstadt. Für die beiden übrigen Kunstwerke werden weiterhin Sponsoren gesucht. Die Stadt verweist damit auf ein Projekt, das Kunst im öffentlichen Raum dauerhaft sichern soll und zugleich auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen ist.
Kauf durch zwei Ehepaare ermöglicht
Den Erwerb der beiden Skulpturen ermöglichten die Ehepaare Edit und Ulrich Schanbacher sowie Dr. Thomas und Claudia Herrmann. Oberbürgermeister Adrian Sonder und Fabienne Janz, im Rathaus für Kunst zuständig, übergaben den beiden Paaren am Mittwoch die Spendenbescheinigungen und dankten für das Engagement zugunsten der Bürgerschaft.
Über den Wert der Spende wurde Stillschweigen vereinbart. Der Gemeinderat hatte der Annahme der Spenden zuvor bereits zugestimmt.
Teil eines dauerhaften Kunstwegs
Vier Skulpturen entlang des Wegs ins Forbachtal waren zur Gartenschau im vorigen Jahr aufgestellt worden. Sie sollen dauerhaft bleiben. Oberbürgermeister Sonder betonte, die Kunstwerke passten „ganz wunderbar“ dorthin und wirkten, als wären sie schon lange Teil des Ortsbilds. Würden sie an der Steige fehlen, so der OB, würde vielen Freudenstädterinnen und Freudenstädtern etwas fehlen.
Der Rathauschef hob zudem hervor, dass Kunstwerke im öffentlichen Raum einer Stadt wie Freudenstadt gut zu Gesicht stünden. Solche Projekte brauche es nur mit Initiatoren, Gönnern und bürgerschaftlichem Engagement.
Welche Werke übernommen wurden
Bei den nun übernommenen Objekten handelt es sich um die Werke „Windspiel“ von Hansjörg Beck und „Rennaissance“ von Wolf Bröll.
Ulrich Schanbacher, der gemeinsam mit seiner Frau die Atelier-Galerie Schanbacher Art International in der Lauterbadstraße betreibt, sieht die beiden Skulpturen am Standort ebenfalls gut verortet. Er verwies darauf, dass das Material des Obelisken aus der Region stamme und der letzte Stein im betreffenden Steinbruch abgebaut worden sei.
Auch das Ehepaar Herrmann betonte die persönliche Motivation hinter der Unterstützung: Es sei ihnen ein Anliegen gewesen, der Stadt etwas zurückzugeben.
Für die übrigen Werke werden Sponsoren gesucht
Die beiden anderen Kunstwerke, die stilisierte Blüte „Calla Mia“ von René Dantes und „Kopf“ von Hubert Rieber, bleiben nach Vereinbarung mit ihren Schöpfern noch zwei Jahre als Leihgaben an der Adlersteige stehen.
Innerhalb dieser Zeit wollen Ulrich und die Stadt weitere Sponsoren gewinnen. Interessenten können sich per E-Mail an [email protected] oder an das Ehepaar Schanbacher über www.art-international.eu wenden. Möglich ist auch, dass mehrere Sponsoren gemeinsam den Kauf eines Werks finanzieren.
Kunst im Stadtbild von Freudenstadt
Die vier Kunstwerke an der Adlersteige sind Teil einer größeren Sammlung von 50 Brunnen und Skulpturen renommierter Künstler im öffentlichen Raum der Innenstadt. Diese zieht sich vom Stadtbahnhof über den Marktplatz und den Promenadeplatz bis in den Kurgarten und hinauf auf den Kienberg.
Eine Begleitbroschüre mit dem Titel „Kunst am Weg, Wege zur Kunst“ mit Erläuterungen zu den Exponaten ist im Bürgerservice im Rathaus erhältlich. Die Skulpturen an der Steige sind darin allerdings noch nicht enthalten.
Einordnung und Bildmotiv
Die Stadt verbindet mit der Übernahme der beiden Skulpturen den Anspruch, Kunst im öffentlichen Raum langfristig zu sichern. Zugleich zeigt der Vorgang, wie sehr solche Vorhaben von privater Unterstützung getragen werden.
Die Bildbeschreibung der Mitteilung verweist auf die symbolische Dimension des Termins: Oberbürgermeister Adrian Sonder und Fabienne Janz dankten gemeinsam mit den Ehepaaren Schanbacher und Herrmann für die großzügige Kunstförderung im Rathaus.
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