Nachfolgeforum setzt auf Praxis

Rund 65 Unternehmer und potenzielle Nachfolger tauschten sich in Freudenstadt über gelungene Betriebsübergaben und klare Strategien aus.

Nachfolgeforum setzt auf Praxis
Bild zum Beitrag© Neues aus Freudenstadt

Wie eine gelungene Betriebsübergabe aussehen kann, war Thema des 5. Nachfolgeforums Nordschwarzwald im Campus Schwarzwald in Freudenstadt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die erfolgreiche Gestaltung von Unternehmensnachfolgen. Eingeladen hatten die Handwerkskammer Reutlingen, die Wirtschaftsförderung Freudenstadt, der Campus Schwarzwald sowie die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald.

Starker Zuspruch für das Nachfolgeforum

Rund 65 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über zentrale Erfolgsfaktoren im Nachfolgeprozess zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Das Forum setzte damit auf eine Mischung aus Fachinput, Austausch und Vernetzung.

Elke Latscha von der Wirtschaftsförderung Freudenstadt eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Vorstellung des Campus Schwarzwald. Zugleich hob sie die gute Zusammenarbeit mit den Partnern zum Thema Nachfolge hervor. In die Thematik führten Sylvia Weinhold von der Handwerkskammer Reutlingen sowie Anja Maisch von der IHK Nordschwarzwald ein. Sie skizzierten die Unterstützungsangebote der beteiligten Institutionen.

Impulse zu Prozess, Vermittlung und Kommunikation

Im Rahmen von drei kompakten Impulsvorträgen erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Aspekte der Nachfolge. Sylvia Weinhold zeigte unter dem Titel „Kein Buch mit sieben Siegeln: Unternehmensnachfolge Schritt für Schritt meistern - Wie Sie Betrieb, Familie und Papierkram unter einen Hut bringen“ auf, wie ein strukturierter Nachfolgeprozess gestaltet werden kann und welche Herausforderungen frühzeitig zu berücksichtigen sind.

Anja Maisch stellte anschließend Instrumente und Plattformen zur erfolgreichen Vermittlung von Nachfolgen vor. Sie verdeutlichte, wie Übergebende und Nachfolgeinteressierte gezielt zueinander finden können. Die Bedeutung von Kommunikation im Übergabeprozess beleuchtete schließlich Uta Altendorf-Bayha vom Büro Trialog in Sindelfingen. Ihr Schwerpunkt lag auf klarer Abstimmung und transparenten Prozessen als wesentliche Voraussetzungen für das Gelingen einer Nachfolge.

Dialogformat mit direktem Praxisbezug

Ein besonderer Fokus lag auf dem interaktiven Austausch. Im Dialogformat „Nachfolge trifft Expertise“ diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Expertinnen an drei Thementischen konkrete Fragestellungen zu Nachfolgefahrplänen, Kommunikationsstrategien und Matching-Prozessen.

Das Format ermöglichte einen direkten Transfer von Wissen in die Praxis und förderte individuelle Lösungsfindung. Gleichzeitig entstanden zahlreiche neue Kontakte, die als Grundlage für die nächsten Schritte im Nachfolgeprozess dienen können.

Bedeutung für die Region

Das Nachfolgeforum machte deutlich, dass eine erfolgreiche Übergabe nicht nur fachliche Expertise erfordert, sondern auch frühzeitige Planung, verlässliche Partner und ein starkes regionales Netzwerk. Die Veranstalter leisteten mit dem Forum einen Beitrag zur Sensibilisierung und Unterstützung von Unternehmen im Nordschwarzwald.

Der Fokus lag dabei auf der langfristigen Sicherung wirtschaftlicher Strukturen in der Region. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Ifex, die Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge, sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF).

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