Palmenwald in Freudenstadt: Forstarbeiten fast abgeschlossen
2400 Festmeter Holz geerntet – nachhaltige Pflege sichert Erholung und Sicherheit bis Weihnachten

Die Forstarbeiten im Palmenwald von Freudenstadt sind weitgehend abgeschlossen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden die verbleibenden Restarbeiten, darunter die Abfuhr des Holzes und die Instandsetzung der Wald- und Wanderwege, voraussichtlich bis Weihnachten beendet sein. Ziel des Einsatzes war es, das einzigartige Waldbild des Areals nachhaltig zu sichern und die Sicherheit für Anwohner, Besucher und den Straßenverkehr zu gewährleisten.
Reibungslose Durchführung trotz großer Herausforderungen
Jochen Armbruster, Revierleiter im Stadtwald Freudenstadt, äußerte sich ausdrücklich zufrieden mit dem Ablauf:
„Es hat alles problemlos funktioniert. Darüber sind wir froh. Denn die Arbeiten waren nicht einfach.“
Rund 40 Hektar Waldfläche wurden durchforstet – von der Lauterbadstraße „Waldlust“ bis zur Einfahrt zum Hotel „Fritz Lauterbad“, begrenzt durch den Logentannenweg. Im Laufe der Aktion wurden schätzungsweise 2400 Festmeter Holz geschlagen, darunter besonders viel Starkholz, welches nur noch in wenigen Sägewerken verarbeitet werden kann. Sämtliche Holzstämme werden an Betriebe in einem Umkreis von 60 Kilometern verkauft.
Die Fällung besonders großer Bäume in der Nähe von Wohnhäusern und Straßen verlangte aufwendige Sicherungen: Ein Mitarbeiter stieg mit Leiter und Gurtzeug in die Baumkrone, befestigte Seile, die mit Forstschleppern verbunden wurden. So wurde gewährleistet, dass keine Bäume unkontrolliert auf Grundstücke oder Gebäude stürzen konnten.
Schutz der Anwohner und Besucher steht im Fokus
Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, mussten Straßen und Wege während der Arbeiten teils gesperrt werden. Der städtische Forstbetrieb bemühte sich, die Einschränkungen für Anwohner, Straßenverkehr, Urlauber und Waldbesucher möglichst gering zu halten. Informationskampagnen, Ausschilderungen von Umleitungen und gezielte Ampelregelungen trugen zu einem nahezu beschwerdefreien Ablauf bei.
Die Stadtverwaltung legte die Durchforstung bewusst in den Herbst. Damit sollten Naturschutzaspekte berücksichtigt und die Interessen der Freudenstädter Gäste gewahrt bleiben.
Plenterwald: Ökologie, Wirtschaft und Naherholung
Bereits seit dem Jahr 1900 wird der Palmenwald aus touristischen Gründen als Plenterwald bewirtschaftet. Das einzigartige Mischwaldkonzept mit allen Baumgenerationen und mächtigen Einzelbäumen bringt dem Areal den Beinamen „Urwald“ ein. Der Palmenwald erfüllt heute eine Vielzahl an Funktionen:
Die jüngste Durchforstung war notwendig, damit Licht den Boden erreicht und sich die Natur auf natürliche Weise verjüngen kann. Gleichzeitig wird geerntet, bevor alte Bäume zerfallen, und die Sicherheit für Anlieger und Verkehrsteilnehmer bleibt gewährleistet. Manche Bäume wiesen starke Neigung zur Siedlung auf, andere waren an den Kronen abgestorben oder von Fäule betroffen.
Blick in die Zukunft: Palmenwald bleibt vielfältig nutzbar
Die letzte Durchforstung liegt rund 15 Jahre zurück. Für die kommenden zehn Jahre sieht Revierleiter Armbruster das Thema abgeschlossen. In den kommenden Jahren wird sich ein optisch ansprechender Wald mit Heckenrand und Hochwald ausbilden. Auch die Aussicht verbessert sich: Anwohner der Lauterbadstraße und Besucher erhalten wieder freie Sicht auf die alte „Waldlust“ und profitieren von verstärktem Sonnenlicht.
Mit dem Abschluss der Arbeiten bleibt der Palmenwald weiterhin ein attraktives Ziel für Freudenstädter und Gäste – als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum. Die nachhaltige Bewirtschaftung steht dabei auch in Zukunft im Fokus.
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