Pausenhof der Theodor-Gerhardt-Schule in Freudenstadt soll planmäßig vorankommen
Ende November ist die Nutzbarkeit geplant; bis dahin gibt es eine Übergangslösung für den Ganztagsbetrieb mit barrierefreien Wegen und grünen Klassenzimmer-Bereichen
Freudenstadt. Der Bau des neuen Pausenhofs der Theodor-Gerhardt-Schule (TGS) in Freudenstadt kommt nach Angaben der Stadt planmäßig voran und nimmt bereits deutlich Gestalt an. Das wurde bei einem Vor-Ort-Termin auf der Baustelle festgestellt.
An dem Termin nahmen vonseiten der Stadt als Schulträger Oberbürgermeister Adrian Sonder, die Amtsleiter Thomas Gärtner (Stadtentwicklung) und Petra Weinbrecht (Bildung, Familie und Sport) sowie Rolf Hamann vom Amt für Stadtentwicklung teil, der die Baustelle betreut. Außerdem waren Schulleiterin Daniela Friedrich, Planerin Anja Grün vom Büro Stadt und Natur sowie Bernd Baumgarten von der Firma Schuler Garten- und Landschaftsbau vor Ort.
Fläche soll Ende November nutzbar sein
Der Neubau des großen Pausenhofs nimmt weiter Kontur an. Oberbürgermeister Sonder verwies darauf, dass bereits früher ein Sanierungsbedarf bestanden habe. Die ersten Planungen für das Projekt stellte die Stadt 2022 an. Den Durchbruch bei der Finanzierung brachte nach Angaben der Stadt ein Zuschussbescheid des Landes, der im Zuge der Einführung der Ganztagsgrundschule beantragt worden war. Sonder äußerte sich zufrieden, dass das Vorhaben bislang im Zeit- und Kostenrahmen liege.
Auch an der Schule selbst steigt die Vorfreude auf das Ergebnis. Dort werden rund 275 Kinder unterrichtet. Ende November soll die Fläche nutzbar sein. Für die Zeit bis dahin habe die Schule eine gute Übergangslösung gefunden, sagte Schulleiterin Friedrich.
Konzept für Ganztagsbetrieb und Bewegung
Dem neuen Pausenhof kommt im Konzept für den Ganztagsbetrieb eine wichtige Rolle zu. Vorgesehen ist unter anderem ein „grünes Klassenzimmer“ im Freien. Außerdem soll der Hof den Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.
Nach Angaben von Planerin Grün stammen die Pläne für den bisherigen Pausenhof aus dem Jahr 1965. Der frühere Charakter mit Waschbeton-Platten ist bereits nicht mehr zu sehen.
Grundgedanke der Neuplanung ist eine räumliche Zweiteilung in einen oberen und einen unteren Bereich. Im oberen Teil direkt am Schulgebäude soll ein Unterrichtsbereich im Schatten von Bäumen entstehen. Zusätzlich sind Hochbeete zur weiteren Begrünung vorgesehen. Der untere Bereich ist für Sport sowie zum Spielen und Toben gedacht. Verbunden werden beide Ebenen durch eine breite Treppenanlage mit Sitzplätzen am Rand. Eine Rampenanlage soll die Barrierefreiheit herstellen.
Die Wegeverbindungen zwischen TGS, Keplerschule, Parkplätzen und Bushaltestellen bleiben nach der Planung erhalten. Zudem hat das Baubetriebsamt damit eine Zufahrt, um die Anlage gut pflegen zu können.
Robuste heimische Bäume und wasserdurchlässiger Belag
Auch dem Wunsch des Gemeinderats nach einer passenden Baumauswahl werde Rechnung getragen, hieß es. Geplant sind robuste heimische Arten, die Schatten spenden und zugleich mit heißeren und trockeneren Sommern sowie Streusalz zurechtkommen. Genannt werden Sommerlinde, Rot-Ahorn, Feld-Ahorn und Grün-Erle. Insgesamt sind 14 Bäume vorgesehen. Die alten Bäume seien nicht mehr vital genug gewesen, um sie zu erhalten.
Zum Konzept gehört außerdem Drainagepflaster. Es soll die Bäume mit Wasser versorgen, während der übrige Niederschlag versickern kann.
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