Unternehmerfrühstück: Nordschwarzwald und Freudenstadt sehen sich besser als erwartet gerüstet

Stadt, Wirtschaftsförderung und IHK sprechen über neue Chancen, notwendige Rahmenbedingungen und das nächste Treffen zum Thema Künstliche Intelligenz

Die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks zusammen mit Oberbürgermeister Adrian Sonder (Mitte) und IHK-Geschäftsführerin Tanja Traub (rechts).
Die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks zusammen mit Oberbürgermeister Adrian Sonder (Mitte) und IHK-Geschäftsführerin Tanja Traub (rechts).© Rath/Stadtverwaltung

Die mittelständische Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald und die Stadt Freudenstadt sind nach Einschätzung der Beteiligten bislang besser durch die Rezession gekommen als ursprünglich prognostiziert. Trotz weiterhin angespannter Lage sehen Stadt, städtische Wirtschaftsförderung und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald auch neue Chancen.

Diese Einschätzung stand im Mittelpunkt eines Unternehmerfrühstücks, zu dem die Stadt, die städtische Wirtschaftsförderung sowie die IHK Nordschwarzwald am Montag in das IHK-Gebäude eingeladen hatten. An dem regelmäßigen Netzwerktreffen nahmen nach Angaben der Veranstalter diesmal mehr als 20 Vertreter von Unternehmen und Institutionen teil.

Stadt setzt auf Kooperationen und gezielte Investitionen

Oberbürgermeister Adrian Sonder erklärte, die Stadt halte in der aktuell schwierigen Haushaltslage an ihrem Kurs fest, Ausgaben zu drosseln und bei Investitionen Schwerpunkte zu setzen. Zugleich kündigte er eine neue Form der Kooperation der Stadtwerke Freudenstadt und Altensteig an. Ziel sei es, die regionale Energieversorgung langfristig zu sichern.

Auch bei der Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung sowie beim Umbau des Forsts hin zu einem klimastabilen Mischwald setzt die Stadt laut Sonder auf Zusammenarbeit. Der Oberbürgermeister sieht für den Nordschwarzwald insgesamt gute Zukunftschancen. Nach seiner Einschätzung sind die Menschen und Unternehmen der Region ebenso flexibel und anpassungsfähig wie die Natur. Davon könne auch der Tourismus profitieren.

IHK sieht robuste Wirtschaft, aber auch Risiken

Eine ähnliche Einschätzung vertrat Tanja Traub, Geschäftsführerin der IHK Nordschwarzwald. Sie verwies darauf, dass die IHK Freudenstadt landesweit Schwerpunktkammer für die Bereiche Umwelt und Tourismus ist. In der IHK Nordschwarzwald sind rund 38.000 Unternehmen organisiert.

Die regionale Wirtschaft habe sich bislang als robust und anpassungsfähig erwiesen, sagte Traub. Sorge bereite ihr jedoch der Trend, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern. Nach ihren Angaben sind die Unternehmen stark in der Region verwurzelt und wollen dort auch bleiben. Voraussetzung seien jedoch passende Rahmenbedingungen.

Positiv bewertete Traub die weiterhin hohen Ausbildungszahlen im Kammerbezirk. Zugleich machte sie deutlich, dass sich der aktuelle Wandel aus ihrer Sicht deutlich von den wirtschaftlichen Flauten der vergangenen Jahre unterscheide und tiefgreifende Veränderungen für die gesamte Gesellschaft mit sich bringe.

Fortbildung gewinnt an Bedeutung

Kontinuierliche Fortbildung ist nach den Worten von Tanja Traub und Patrick Walz, Leiter der IHK-Geschäftsstellen Nagold und Freudenstadt, derzeit besonders wichtig. Das gelte sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen.

Nächstes Unternehmerfrühstück im Oktober

Das nächste Unternehmerfrühstück ist für den 19. Oktober angekündigt. Schwerpunktthema wird dann Künstliche Intelligenz sein.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: