Innovative Holzbox fördert kindliche Kreativität
70 Bildungseinrichtungen im Ortenaukreis setzen auf 'Raumwunder' für spielerisches Lernen und Umweltverständnis, finanziert durch regionale Spenden.

Mit dem Projekt „Raumwunder“ werden ab sofort 70 Bildungseinrichtungen im Ortenaukreis bereichert. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe in den Lahrer Werkstätten wurde das Engagement für die Förderung von Kreativität und räumlicher Wahrnehmung in Kitas, Grundschulen und weiteren Einrichtungen sichtbar. Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, übernahm die Schirmherrschaft und hob dabei die besondere Bedeutung des Projekts hervor.
Innovative Holzbox für spielerisches Lernen
Das Projekt Raumwunder steht für eine innovative, dreidimensional gestaltbare Holzbox, die gezielt dazu entwickelt wurde, Kindern spielerisch Raumerfahrung zu ermöglichen und ihre Kreativität zu fördern. Die Box wird seit 2021 von den Lahrer Werkstätten produziert und findet jährlich ihren Platz in einer besonderen Ausstellungsreihe im Foyer des Stadtmuseums.
Die Kooperation zwischen Stadtmuseum, Lahrer Werkstätten und dem Rotary Club Lahr bildet die Grundlage für diese Bildungsinitiative. Dank der Unterstützung der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau, der Volksbank Lahr sowie dem E-Werk Mittelbaden konnten nun weitere 70 Einrichtungen im Ortenaukreis mit Raumwundern ausgestattet werden.
Vielfältige Teilnahme – Kreativität im Mittelpunkt
Die Vergabe der Raumwunder erfolgte nach einer Bewerbung, in der die geplante pädagogische Nutzung beschrieben werden musste. Diese Vorgehensweise führte zu einer Vielzahl origineller Bewerbungsschreiben und kreativer Objekte. Neben Kitas und Grundschulen kommen auch die Evangelische Regine-Jolberg-Fachschule für Sozialpädagogik sowie eine Tagesmutter in den Genuss der innovativen Lernmaterialien.
Unterstützung und Finanzierung
Der Gesamtwert der 70 Raumwunder beläuft sich auf 14.700 Euro. Die Finanzierung erfolgte vollständig durch Spenden und Sponsoring – maßgeblich engagierten sich die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau, die Volksbank Lahr sowie das E-Werk Mittelbaden.
Stimmen aus der Region
Peter Rottenecker, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Lahr, unterstreicht die Relevanz des Projekts: „Einmal Perspektive wechseln, durch die Augen anderer sehen – das sind aktuell wichtige Fähigkeiten. Die Raumwunder-Boxen sind nicht nur ein Hingucker, sondern schärfen auch unseren Blick. Ich freue mich, dass wir bei der Anschaffung helfen konnten.“
Auch Bernhard Palm, Vorstand E-Werk Mittelbaden, hebt den praktischen Wert hervor: „Ein starkes Beispiel dafür, wie kulturelle Bildung ganz praktisch gefördert werden kann. Die Raumwunder sind kreativ und inspirierend – genau das unterstützen wir gern.“
Laut Staatssekretärin Sandra Boser steht das Projekt exemplarisch für innovative Bildungsarbeit: „Lahrer regt vorbildlich Wahrnehmung räumlichen Dimensionen mit allen Sinnen an. Dieses Projekt zeigt, wie ästhetische Bildung Kinder befähigt, ihre Welt durch eigenes Gestalten zu begreifen.“
Hintergrundinformationen: Was ist ein Raumwunder?
Bedeutung für die Region
Die Raumwunder kommen einem breiten Spektrum an Bildungsträgern zugute: Von Kindertagesstätten über Grundschulen bis hin zu Fachschulen und Tagespflegepersonen profitieren zahlreiche Akteure der Bildungslandschaft. Damit wird nicht nur der Kreativitätsbegriff gefördert, sondern auch ein nachhaltiger Beitrag zur kulturellen Bildung geleistet.
Die Übergabe der Raumwunder markiert einen wichtigen Schritt für die Förderung aktiver Raumerfahrung – ein zentrales Ziel moderner Pädagogik und ästhetischer Bildung.
Die Initiative, maßgeblich unterstützt durch regionale Partner, macht deutlich: Bildungsförderung ist gemeinschaftlich und zukunftsweisend möglich. Die Stadt Lahr setzt mit dem Projekt ein wichtiges Zeichen für die Förderung von Kreativität und Raumkompetenz im Ortenaukreis.
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