Lahr erhält Millionenförderung für Infrastruktur
Jährlich 3 Millionen Euro aus Bundes-Sondervermögen und 68 % Betriebskostenübernahme für Ganztagesbetreuung entlasten den städtischen Haushalt

Mit der Entscheidung des Landes Baden-Württemberg, die Kommunen stärker finanziell zu unterstützen, erhält die Stadt Lahr ab sofort eine deutliche Entlastung. Über die nächsten zwölf Jahre werden jährlich rund 3 Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen Infrastruktur nach Lahr fließen. Die Mittel sollen dabei gezielt in die Weiterentwicklung und den Erhalt der örtlichen Infrastruktur investiert werden.
Finanzielle Zusagen für Lahr
Die Grundlage für diese Unterstützung bildet die Zusage des Landes, zwei Drittel des Sondervermögens des Bundes an die Kommunen weiterzugeben. Maßgeblich für die Verteilung ist die Einwohnerzahl, was Lahr einen festen und erheblichen Anteil sichert.
Zusätzlich übernimmt das Land künftig 68 Prozent der Betriebskosten für die an Grundschulen geförderte Ganztagesbetreuung. Je nach Ausbaustufe entspricht dies mehreren Hunderttausend Euro pro Jahr, was eine spürbare Entlastung für den Haushalt der Stadt bedeutet.
Weitere Initiativen zur Stärkung der Kommunen
Über die Mittel aus dem Sondervermögen hinaus will das Land Baden-Württemberg den kommunalen Finanzausgleich weiter stärken. Ziel ist es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden zu verbessern. Wie sich diese Maßnahme konkret in Lahr auswirkt, bleibt jedoch bislang noch offen.
Stimmen aus der Stadt Lahr
Oberbürgermeister Markus Ibert zeigt sich zufrieden mit den aktuellen Entwicklungen. Er betont: „Die finanziellen Zusagen sind ein guter erster Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Wir erwarten jetzt, dass bereits die Planung für den Haushalt 2026 die volle Höhe der Mittel berücksichtigt.“
Weiterhin hebt Ibert hervor, dass die Kommunen in Baden-Württemberg drei Viertel der öffentlichen Investitionen tragen und daher ein Großteil der Bundesmittel auch sinnvollerweise auf kommunaler Ebene eingesetzt werden sollte. „Ich begrüße ausdrücklich, dass die Kommunen frei entscheiden dürfen, in welche Infrastrukturbereiche sie investieren und dass keine Verrechnung mit Förderprogrammen des Landes stattfindet. Nur so haben wir volle Flexibilität, auch hier in Lahr, um Mittel dort einzusetzen, wo wir sie für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt am dringendsten benötigen.“
Fazit und Ausblick
Mit der Zusage zusätzlicher Finanzmittel gewinnt die Stadt Lahr mehr Spielraum für dringend notwendige Investitionen. Noch ist unklar, wie sich die Veränderungen im kommunalen Finanzausgleich im Detail auswirken werden. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie effektiv die Mittel zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt beitragen.
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