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Lahr, Jamm & Kuba: Verborgene Verbindungen

Ausstellung und Finissage beleuchten Zucker, Sklaverei und Demokratie – gestaltet von Schülern des Scheffel-Gymnasiums

Lahr, Jamm & Kuba: Verborgene Verbindungen
Bild zum Beitrag© Neues aus Lahr/Schwarzwald

Die Ausstellung „Lahr, Jamm & Kuba. Eine Spurensuche“ findet ihren Abschluss am Mittwoch, 21. Mai 2025. Seit März beschäftigte sich die Präsentation, gestaltet von der Klasse 9d des Scheffel-Gymnasiums unter Leitung von Lehrerin Gudrun Pischinger, mit wichtigen, bislang wenig bekannten Kapiteln der Lahrer Stadtgeschichte. In enger Kooperation mit dem Stadtarchiv und dem Stadtmuseum entstand eine kritische Annäherung an globale Verflechtungen sowie Fragen von Demokratie und Gerechtigkeit.

Fokus auf historische Verbindungen und gesellschaftliche Fragen

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Christian Wilhelm Jamm, dem die Stadt Lahr den Stadtpark und dessen 150-jähriges Jubiläum verdankt. Jamms Biografie schlägt dabei eine bemerkenswerte Brücke zwischen Lahr und Kuba: Sie verweist auf historische Zusammenhänge rund um Zuckerproduktion und Sklaverei im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung beleuchtet kritisch, inwiefern diese Vergangenheit bis heute in die Gegenwart wirkt und fordert dazu auf, sich mit den globalen Verflechtungen auseinanderzusetzen.

Kreatives und kritisches Rahmenprogramm zur Finissage

Die Finissage am 21. Mai 2025 ab 18 Uhr setzt einen besonderen Akzent: Im Fokus steht die Frage „Wieviel Ungerechtigkeit verträgt Demokratie?“. Hierzu präsentiert der Literatur- und Theaterkurs des Scheffel-Gymnasiums ein eigens entwickeltes Theaterstück über „Unsichtbare Ungerechtigkeit“. Das Stück thematisiert jene Formen gesellschaftlicher Ungleichheit, die oft übersehen werden, von deren Strukturen jedoch viele materiell profitieren.

Ergänzend dazu bringt die Senior Debating Society des Gymnasiums eine Debatte in englischer Sprache auf die Bühne. Die Diskussion dreht sich um die These „This House Would Implement Wealth Taxes to Strengthen Democracy.“ Damit setzen sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit dem Verhältnis von Ungerechtigkeit und Demokratie auseinander.

Eintritt frei – Einladung zum Dialog

Der Eintritt zur Finissage und allen damit verbundenen Programmpunkten ist frei. Die Veranstaltung lädt öffentlich zum Dialog über Geschichte, Gerechtigkeit und aktuelle Herausforderungen der Demokratie ein. Mit ihrer Spurensuche eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf Lahr und wirft gesellschaftlich relevante Fragen auf, die nicht nur die Schule, sondern die ganze Stadt bewegen.

Die Initiative der Klasse 9d und ihrer Lehrerin würdigt somit nicht nur das Engagement der Schülerinnen und Schüler, sondern lädt auch zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Stadtgeschichte und ihren globalen Verbindungen ein.

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