Lahrer Murre 2026: Letzte klassische Preisverleihung?
Mediathek Lahr ehrt herausragende alemannische Werke und betont Bedeutung der Mundartförderung

Die Preisverleihung des Mundartwettbewerbs „Lahrer Murre“ fand am 13. Januar 2026 in der Mediathek Lahr statt. Bereits zum elften Mal wurden dabei herausragende Texte in alemannischer Sprache ausgezeichnet. Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung regionaler Sprachvielfalt und das anhaltende Interesse an Mundartliteratur.
Herausragende Preisträgerinnen und Preisträger
Uschi Walkenhorst aus Freiburg sicherte sich mit dem lyrischen Werk „s Znüni“ den ersten Platz in der Kategorie Lyrik. In der Kategorie Prosa überzeugte Valo Christiansen aus Bochum mit dem Beitrag „Güed so“ die Jury und erreichte damit ebenfalls den ersten Platz.
Bedeutung und Vielfalt des Wettbewerbs
Mit insgesamt 19 Einsendungen in beiden Kategorien zeigte der Wettbewerb erneut eine breite Resonanz. Die eingereichten Beiträge stammten nicht nur aus verschiedenen Regionen Baden-Württembergs, sondern auch aus entfernteren Orten wie Bochum, Bordeaux oder Darmstadt.
Die Jury, bestehend aus Stefan Pflaum, Ludwig Hillenbrand und Ulrike Derndinger, wählte aus den vielen Einsendungen die fünf besten Beiträge für die Prämierung aus. Unterstützt wurde der Wettbewerb von der Muettersproch-Gsellschaft und dem Schwarzwaldverein Lahr-Reichenbach.
Engagement für die alemannische Sprache
Der „Lahrer Murre“ Mundartwettbewerb blickt auf eine gut zehnjährige Geschichte zurück und hat sich inzwischen fest im kulturellen Kalender etabliert. Er fördert das Bewusstsein für den Erhalt und die Pflege der alemannischen Sprache und trägt zur Stärkung der regionalen Identität bei.
Zukunft des „Lahrer Murre“
Im Jahr 2025 fand der Wettbewerb vermutlich zum letzten Mal in seiner gewohnten Form statt. Dennoch bleibt die Veranstaltung ein fester Bestandteil der Lahrer Kulturszene. Geplant sind weiterhin Lesungen und weitere Projekte rund um die alemannische Mundart, um das Erbe lebendig zu halten.
Preisträger im Überblick
Die ausgezeichneten Autorinnen und Autoren haben mit ihren Werken einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Mundart geleistet. Bei der Preisverleihung waren Carola Horstmann, Uschi Walkenhorst, Valo Christiansen und Willi Keller anwesend. Wendelinus Wurth konnte leider nicht teilnehmen.
Die Veranstalter und Kooperationspartner betonen die Bedeutung solcher Wettbewerbe für den Erhalt der sprachlichen Vielfalt und zeigen sich erfreut über die rege Beteiligung – auch über die Landesgrenzen hinaus.
Weitere Informationen sind direkt bei der Stadt Lahr oder der Mediathek Lahr erhältlich.
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