Neues Jahrbuch beleuchtet Geschichte der Ortenau

68. Ausgabe mit spannenden Beiträgen zu Auswanderung, Wachensturm und regionaler Kultur jetzt erhältlich

Mit dem Erscheinen der 68. Ausgabe des Jahrbuchs „Geroldsecker Land“ setzt die traditionsreiche Publikation ihre Reise durch die Geschichte der südlichen Ortenau fort. Der aktuelle Band ist ab sofort verfügbar und bietet aufschlussreiche Beiträge zur regionalen Historie von Lahr sowie umliegenden Gemeinden.

Vielfältige Einblicke in die Regionalgeschichte

Wie in den Vorjahren richtet sich das Jahrbuch sowohl an Geschichtsinteressierte als auch an Heimatverbundene, die ein tieferes Verständnis der lokalen Entwicklungen suchen. Die diesjährige Ausgabe beleuchtet zahlreiche Facetten des regionalen Lebens und Erlebens – von Auswanderungen im 19. Jahrhundert bis hin zu den Auswirkungen des Frankfurter Wachensturms.

  • Porträts von Auswanderinnen und Auswanderern aus Ottenheim und Kippenheim, die in die USA zogen.
  • Einblicke in das Leben Lahrer Persönlichkeiten, wie Wilhelm Fischer aus Seelbach, der sich nicht nur als Fotograf, sondern auch als Autor hervortat.
  • Vertiefende Aufsätze zu bedeutenden Sakralbauten: der Pfarrkirche St. Cyprian in Kappel und der alten Synagoge in Altdorf.
  • Berichte zu historischen Gebäuden in Rust, Schmieheim und Schuttern – teils erhalten, teils längst verschwunden.
  • Neue Forschungsergebnisse und Entdeckungen

    Das aktuelle Jahrbuch wartet mit gleich zwei stadtgeschichtlichen Neuentdeckungen auf. Thomas Foerster präsentiert Tuschezeichnungen mit Lahrer Stadtansichten aus dem 18. Jahrhundert sowie eine frühe Darstellung des Klosters Ettenheimmünster. Bastian Kussin widmet sich mit einer eigenen Recherche einem weiteren bislang wenig beleuchteten Thema der Stadtgeschichte.

    Junge Perspektiven und aktuelle Bezüge

    Bemerkenswert ist der verstärkte Beitrag junger Autorinnen und Autoren, die in ihren Aufsätzen Fragen der Verantwortung in verschiedenen Epochen aufgreifen: Der historische Bogen reicht von der Kolonialzeit über Kriegs- und Nachkriegszeit bis zum Imhausen-Skandal der 1990er Jahre.

    Jazz, Verlagstradition und Mundart

    Ein Beitrag widmet sich einem Pionierprojekt der deutschen Jazz-Szene der Nachkriegszeit, welches einige der bedeutendsten Musiker jener Epoche einbezog. Auch wenn das Projekt mit nur einer Ausgabe als Randnotiz verblieb, liefert es wichtige Einblicke in den Schauenburg-Verlag in den 1930er und 1940er Jahren und ergänzt damit die Verlagsgeschichte Lahrs.

    Abgerundet wird der Band durch eine Auswahl an Mundartgedichten und -erzählungen, die den regionalen Charakter der Publikation unterstreichen.

    Buchhandel und Museum als Bezugsquellen

    Das reich bebilderte Jahrbuch ist für 18,50 Euro in den Lahrer Buchhandlungen sowie im Stadtmuseum erhältlich. Mit seinem breiten Themenspektrum und neuen Erkenntnissen empfiehlt sich „Geroldsecker Land“ einmal mehr als Lektüre für alle, die sich für die Geschichte der Region interessieren.

    Weitere Hinweise

    Das Jahrbuch erscheint ohne spezifische Illustrationen und Bildmaterial. Für formlose Mitteilungen steht ein sicherer Datenaustausch zur Verfügung.

    Weitere Informationen zur sicheren Datenübertragunghttps://cryptshare.lahr.de

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