Raumwunder: Neue Kunst im Stadtmuseum Lahr

Fünf regionale Künstlerinnen und Künstler präsentieren Werke bis März 2026 – Eintritt frei

Raumwunder: Neue Kunst im Stadtmuseum Lahr
Bild zum Beitrag© Neues aus Lahr/Schwarzwald

Das Stadtmuseum Lahr und der Künstlerkreis Ortenau e.V. setzen ihre erfolgreiche Kooperation unter dem Titel "Raumwunder" fort. Die Ausstellungsreihe zeigt fünf neue Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region und knüpft damit an eine Reihe aus dem Jahr 2024 an. Ermöglicht wird das Projekt durch das Engagement der Unternehmerin Brigitta Schrempp. Die aktuelle Auftaktausstellung bestreitet Anita Frei-Krämer mit ihrem Werk "Erinnerungen an Lahr".

Auftakt: "Erinnerungen an Lahr" von Anita Frei-Krämer

Die Künstlerin Anita Frei-Krämer eröffnet die Ausstellungsrunde mit einem Werk, das sich intensiv mit der Stadtgeschichte Lahrs beschäftigt. Die Nähe zur deutsch-französischen Grenze und die vielfältigen Eindrücke aus der Ortenau prägen ihre künstlerische Arbeit. Ihr Werk vereint Themen wie Landwirtschaft, Handwerk, Druckgewerbe sowie die Geschichte der Tabak- und Zigarettenproduktion der Stadt.

Symbolisch ist das Werk als in Flaggenfarben gehüllte Bühne gestaltet und verweist auf historische und aktuelle wirtschaftliche Tätigkeiten in Lahr. Besondere Erwähnung finden die Malerfachschule, Verlagswesen, Zeichengeräteherstellung und das Verpackungsgewerbe – letzteres gab Lahr den Beinamen "Schächtelestadt". Die verwendeten Figuren und Produkte stehen stellvertretend für diese lokalen Besonderheiten.

Anita Frei-Krämer: Vita und Engagement

1950 in Odelshofen geboren, studierte Anita Frei-Krämer Visuelle Kommunikation und ist seit Ende der 1970er Jahre als freiberufliche Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten werden international gezeigt und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter im Klingspor-Museum Offenbach und in der Ville de Bischheim. 1997 wurde sie in das Künstlerinnen-Archiv des Frauenmuseums Bonn aufgenommen, 1998 mit dem Frauengleichstellungspreis der SPD Europa-Parlamentarierinnen und Mandatsträgerinnen ausgezeichnet.

Frei-Krämer ist im Künstlerkreis Ortenau aktiv, darüber hinaus Mitglied des Künstlerinnenforums Bielefeld-OWL und Mitbegründerin des Kunstforums Kork. Ihr Schaffen umfasst auch die Leitung von Malprojekten auf Sylt und Mallorca, Lehraufträge an Hochschulen sowie die Arbeit in inklusiven und geragogischen Projekten, insbesondere mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Sie lebt und arbeitet in Kehl und Ostwestfalen-Lippe.

Der Künstlerkreis Ortenau e.V. und die Ausstellung "Raumwunder"

Der Künstlerkreis Ortenau e.V. besteht seit 1980 und zählt über 30 Mitglieder aus dem Bereich der Bildenden Künste. Mit seiner eigenen Galerie Artforum in Offenburg ist er ein wichtiger Akteur für die Vermittlung moderner Kunst in der Region. Alle Ausstellungen werden durch ein Gremium zusammengestellt, das bewusst die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Mitglieder abbildet – auch das aktuelle "Raumwunder" greift diese Bandbreite auf.

Weitere begleitende Veranstaltungen und ein abwechslungsreiches Programm kennzeichnen die Arbeit des Vereins. Das heterogene Verständnis von Kunst ist Teil des Selbstverständnisses des Künstlerkreises und prägt die Auswahl der ausgestellten Werke in Lahr.

Wissenswertes zum Ausstellungstermin

  • Die Ausstellung "Raumwunder" von Anita Frei-Krämer ist bis einschließlich Sonntag, 1. März 2026 im Stadtmuseum Lahr zu sehen.
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr.
  • Der Eintritt ins Foyer ist frei.
  • Begleitende Ausstellungen im Stadtmuseum Lahr

    Parallel zur aktuellen "Raumwunder"-Ausstellung läuft bis 1. März 2026 eine Ausstellung zum Holocaust-Gedenken mit dem Schwerpunkt auf die Erlebnisse von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus. Die Sonderausstellung "TatSachen. Verbrechen und Strafe in der Lahrer Geschichte" wurde bis einschließlich Sonntag, 12. April 2026 verlängert.

    Die Ausstellungen im Stadtmuseum Lahr bieten einen vielfältigen Einblick in Geschichte, Kunst und gesellschaftliches Engagement der Region und laden Besucher zum Entdecken ein.

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