TATSACHEN: Verbrechen und Strafe in Lahr
Neue Ausstellung im Stadtmuseum Tonofenfabrik beleuchtet lokale Kriminalgeschichte von Mittelalter bis heute mit interaktiven Angeboten


Das Stadtmuseum Tonofenfabrik in Lahr rückt mit seiner neuen Sonderausstellung "TATSACHEN. Verbrechen. Strafe. Lahrer Geschichte." die lokale Kriminal- und Rechtsgeschichte in den Fokus. Von Freitag, 8. August 2025, bis Sonntag, 22. Februar 2026, können Besucherinnen und Besucher in die Entwicklung von Recht und Unrecht in Lahr eintauchen.
Von Henkersutensilien bis Phantombilder: Einblicke in die Kriminalgeschichte
Die Sonderausstellung spannt einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Zahlreiche Exponate, darunter Henkersutensilien, Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg, Phantombilder und polizeiliche Asservate der Neuzeit, werden präsentiert. Viele dieser Objekte sind erstmals öffentlich zu sehen.
Im Zentrum stehen sowohl die ausgestellten "Tat-Sachen" als auch die dahinterliegenden wahren Geschichten. Markierte Interventionen in der Dauerausstellung verweisen gezielt auf zusätzliche, oft verborgene Geschichten und Schicksale, die mit den Objekten verbunden sind.
Reflexion über Recht und Gerechtigkeit
Die Ausstellung betont eindrucksvoll, wie sich das Verständnis von Gerechtigkeit über die Jahrhunderte gewandelt hat. Sie lädt die Besucher dazu ein, auch aktuelle Fragen zu Rechtsprechung, Schuld und gesellschaftlichem Strafbewusstsein zu reflektieren.
Vielfältiges Rahmenprogramm
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm. Es beinhaltet:
Für Familien und Kinder werden spezielle Angebote wie Taschenlampenführungen durch die Ausstellung und ein interaktives Rätselspiel bereitgestellt, die das Thema altersgerecht erlebbar machen.
Praktische Hinweise und Besuchsinformationen
Feierliche Eröffnung mit Vernissage
Den Auftakt zur Ausstellung bildet eine Vernissage am Freitag, 8. August 2025, ab 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings wird um eine Anmeldung bis Donnerstag, 7. August 2025, gebeten.
Mehr als nur Exponate: Interaktive Elemente und Einblicke in den Polizeialltag
Besucher erhalten unter anderem Einblicke in die sogenannte "erkennungsdienstliche Behandlung" – ein Verfahren, bei dem Tatverdächtige fotografiert werden. Ein passendes Ausstellungsstück ist der originale Stuhl aus dem Polizeirevier Lahr, auf dem Verdächtige Platz nehmen mussten.
Mit ihrem vielseitigen Ansatz und interaktiven Formaten lädt die Ausstellung dazu ein, kriminalhistorische Spuren nicht nur zu entdecken, sondern auch zu hinterfragen – und eigene Schlüsse über Schuld, Recht und Gerechtigkeit zu ziehen.
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