Warnung vor neuer Ameisenart in Lahr
Große Drüsenameise aus dem Mittelmeerraum könnte eingeschleppt werden – Experten raten zu Vorsicht und professioneller Hilfe

Die Stadt Lahr mahnt zur Vorsicht im Umgang mit Garten- und Grünflächen: Während die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) bislang in Lahr nicht nachgewiesen wurde, bereitet ihr Vorkommen in anderen badischen Gemeinden Anlass zur Sorge. Angesichts der beginnenden Gartensaison appelliert die Stadtverwaltung an Bürgerinnen und Bürger, verstärkt auf mögliche Anzeichen der eingeschleppten Ameisenart zu achten.
Vorsicht beim Umgang mit Pflanzen aus dem Mittelmeerraum
Insbesondere beim Kauf und Umgang mit Topf- oder Kübelpflanzen aus Frankreich und anderen Mittelmeerländern ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Die Große Drüsenameise könnte unbemerkt mit Wurzelballen, Gehölzen oder Topfpflanzen eingeschleppt werden. Wer solche Pflanzen verschenkt, sollte die Empfängerinnen und Empfänger über die potenzielle Gefahr informieren. Ebenso empfiehlt die Stadt, bei einem Rückschnitt das Schnittgut sorgfältig zu kontrollieren.
Erkennungsmerkmale der Großen Drüsenameise
Die Unterscheidung zwischen der Großen Drüsenameise und heimischen Arten ist schwierig, einige Merkmale können jedoch helfen:
Empfohlene Maßnahmen bei Verdacht
Wer einen Befall vermutet, sollte Informationen online recherchieren und Fachleute zu Rate ziehen. Gute erste Anlaufstellen sind:
Weitere Informationen der Stadt Lahrhttps://www.lahr.de
Seit dem Frühjahr 2025 unterstützt das Land Baden-Württemberg ein Forschungsprojekt der Naturkundemuseen in Karlsruhe und Stuttgart. Interessierte können Fotos verdächtiger Ameisen per E-Mail an die Expertinnen senden. Die eingesandten Bilder werden überprüft und bei Bedarf weiter beraten.
title="Fachteam Großen Drüsenameise (Naturkundemuseum Stuttgart)"
email="[email protected]"
subtitle="Fotos für Bestimmung einreichen"
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Vorsorge ist gefragt – Bekämpfungsmöglichkeiten eingeschränkt
Die Große Drüsenameise besitzt keinen speziellen naturschutzrechtlichen Status und ist noch wenig erforscht. Wegen des milden Klimas im Oberrheingebiet kann die Art dort mittlerweile auch Winter überleben und findet sich nicht nur auf offenen Flächen, sondern dringt auch in Gebäude vor. Dabei kann sie Materialien wie Kunststoffe beschädigen.
Private Nutzerinnen, Nutzer und Eigentümerinnen sowie Eigentümer sind eigenverantwortlich für ihre Flächen und Gebäude zuständig. Eine effektive Bekämpfungsmethode, die keine Gefahr für heimische Tiere darstellt, ist bislang jedoch nicht bekannt. Die Stadt empfiehlt, bei einem nachgewiesenen Befall professionelle Schädlingsbekämpfungsfirmen einzuschalten.
Hintergrund und Ausblick
Mit dem Auftreten der Großen Drüsenameise in Deutschland stellt sich die Frage, wie sich invasive Arten im Zuge des Klimawandels ausbreiten können. Durch ihren besonderen Lebensstil als Superkolonie und die Fähigkeit, sowohl Außen- als auch Innenbereiche zu besiedeln, ist eine wachsame Beobachtung entscheidend. Die Stadtverwaltung verweist auf die stetige Weiterentwicklung der Forschung und den engen Austausch mit Fachinstitutionen.
title="Pressestelle Zentrale Steuerung Presse / Kommunikation, Stadt Lahr"
phone="+49 7821 910 1500"
email="[email protected]"
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Weitere Bilder und Materialien stellt das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart zur Verfügung. Informationen zum sicheren Datenaustausch für formlose Mitteilungen sind online über die Stadt Lahr abrufbar.
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