Einfache Sprache
Der „Inventuren und Teilungen“-Band von 1851 im Stadtarchiv Schwenningen
Das dickste Buch im Stadtarchiv
Im Stadtarchiv gilt ein besonderer Band als das dickste Buch.
Der Band war ursprünglich kein Buch im heutigen Sinn.
Er entstand aus Verwaltungsakten.
Das Archiv nannte ihn „Inventuren und Teilungen“.
Der Band stammt aus dem Jahr 1851.
Das Archiv ordnet den Band Schwenningen zu.
Pflichtaufzeichnungen zu Heirat und Erbschaft
In Württemberg gab es solche Aufzeichnungen seit dem 17.
Jahrhundert.
Die Pflicht galt bis zum Jahr 1899.
Das zuständige Waisengericht stellte die Aufzeichnungen aus.
Das Waisengericht der Gemeinde erfasste Vermögensdaten einer Person.
Bei einer Heirat entstand die Aufzeichnung als Inventur.
Nach dem Tod entstand die Aufzeichnung als Teilung.
Das Ziel war, Erbschaftsstreitigkeiten zu vermeiden.
Wie die Vermögensdaten erfasst wurden
Die Behörden nutzten ein festes Schema für die Einträge.
Die Aufzeichnung listete Vermögensgegenstände in verschiedenen Rubriken.
Die Rubriken umfassten Liegenschaften.
Die Rubriken umfassten Bargeld.
Die Rubriken umfassten Bettgewand.
Die Rubriken umfassten Kleidung.
Die Rubriken umfassten Geschirr.
Das Schema sah auch Angaben zum Erhaltungszustand vor.
Die Behörden hielten damit den Zustand der Sachen fest.
Aus Einzeldokumenten wurde ein Jahresband
Bei manchen Bürgern kamen lange Listen zusammen.
Die Listen wuchsen aus vielen Einzeldokumenten.
Am Ende unterschrieben die beteiligten Personen die Aufzeichnungen.
Manche Bürger hinterließen nur drei Kreuze.
Die Betroffenen konnten laut Archiv nicht lesen und schreiben.
Andere nutzten ein Familiensiegel als Unterschrift.
Später banden die Behörden viele Fälle in Jahresbände.
Die Jahresbände sortierten die Fälle chronologisch.
Darum nutzt der Band im Inneren verschiedene Papiersorten.
Die Seiten nummerierten die Verantwortlichen anschließend fortlaufend.
Der Band erhielt ein Namensregister für die Suche.
Ein Band mit deutlichen Gebrauchsspuren
Der Band von 1851 hat einen marmorierten Buntpapiereinband.
Der Buchrücken besteht aus Leder.
Zusätzliche Schnüre hielten den Band zusammen.
Der Buchrücken ist etwa 17 Zentimeter dick.
Die Unterlagen nutzten Menschen über viele Jahre.
Der Band ist heute stark abgegriffen.
Der Band zeigt deutliche Gebrauchsspuren.
Von den Schnüren ist nur noch ein kurzes Stück erhalten.
Der Band gilt deshalb als historisches Zeugnis.
Das Archiv beschreibt das Zeugnis zu Besitzverhältnissen und Lebensumständen.
Die Lebensumstände betreffen die Schwenninger Bevölkerung.
Quelle und Bildbeschreibung
Das Archivordnen liefert die Einordnung als „Inventuren und Teilungen“ aus Schwenningen.
Die Spuren des häufigen Gebrauchs sind am Lederrücken sichtbar.
Die Spuren des häufigen Gebrauchs sind auch am Buntpapiereinband sichtbar.
In der Bildunterschrift nennt das Archiv eigene Familiensiegel.
Manche Bürgerinnen und Bürger unterschrieben nicht nur.
Manche Bürgerinnen und Bürger versahen die Dokumente mit einem eigenen Familiensiegel.