30 Jahre Treff Ühlbach: Ein Stadtteil im Wandel

Offenburgs Familienzentrum lädt am 6. November zu einem Spaziergang mit Zeitzeugen und Ausstellung ein

Am 6. November erinnert ein Stadtteilspaziergang in der Offenburger Nordweststadt an die Gründung des Treff Ühlbach, besser bekannt als TRAM. Aus einer engagierten Eltern- und Ausländerinitiative hervorgegangen, entwickelte sich TRAM von einer kleinen Hausaufgabenhilfe über zwölf Jahre zu einem bedeutenden Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien im Stadtteil. Anlass des Spaziergangs ist das dreißigjährige Jubiläum der Gründungsidee, deren Wirkung bis heute spürbar ist.

Vom kleinen Treffpunkt zum Familienzentrum

Im Herbst 1995 öffnete TRAM erstmals seine Türen – damals auf 45 Quadratmetern in der Elsässer Straße. Begrenzte Räumlichkeiten führten dazu, dass das Freizeitprogramm oft nach draußen verlegt werden musste. Schon nach knapp einem Jahr zog TRAM in das ehemalige Wärterhaus des Klärwerks in der Otto-Hahn-Straße um, um den wachsenden Bedarf besser abdecken zu können.

1997 folgte ein weiterer Ortswechsel: Der Pavillon auf dem Schulcampus Nordwest bot fortan Raum für die vielfältigen Angebote. Aus dieser Entwicklung entstand schließlich das heutige Familienzentrum am Mühlbach, das als feste Institution aus dem Stadtviertel nicht mehr wegzudenken ist.

Professionalisierung und Trägerschaft

Mit der zunehmenden Bedeutung des Treffs wuchs auch die Professionalität der Strukturen. Waren anfangs Arbeitskräfte im Rahmen von sogenannten

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) beschäftigt, übernahmen bald festangestellte pädagogische Fachkräfte die Betreuung und Organisation. Die Trägerschaft des Projekts wechselte von der Ausländerinitiative zur katholischen Kirchengemeinde St. Fidelis.

Stadtteilspaziergang mit Zeitzeugen

Beim Stadtteilspaziergang am Donnerstag, 6. November, werden Heike Broß – eine der vier Gründerinnen – und der langjährige Leiter Andreas Hillebrandt, der TRAM einst als „kleinstes Familienzentrum der Welt“ bezeichnete, Erinnerungen und Anekdoten aus der bewegten Anfangszeit teilen. Im Anschluss laden Info-Wände zur Begegnung mit den Geschichten der TRAM-Jahre von 1995 bis 2007 ein. Treffpunkt für Interessierte ist um 18 Uhr in der Elsässer Straße 15, dem ersten TRAM-Domizil.

Einladung an die Nachbarschaft

Der Spaziergang bietet Gelegenheit, sich auszutauschen und einen Blick auf die Entwicklung des Familienzentrums zu werfen. Die Geschichten der Beteiligten schlagen eine Brücke zwischen den Anfängen mit improvisierten Programmen und dem heutigen Familienzentrum, das aus dem Leben des Stadtteils nicht mehr wegzudenken ist.

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