Architekt im Praktikum: Naturschutz für die Landesgartenschau

Adrian Bäck unterstützt das Team bis 2032 – von Mauereidechsen bis zu Projekten für Insekten, Brutvögel und Fledermäuse

Adrian Bäck zeigt eine Schautafel zum Artenschutz für die Offenburger Landesgartenschau
Adrian Bäck mit der Schautafel zum Artenschutz im Rahmen der Offenburger Landesgartenschau© Siefke

Adrian Bäck unterstützt das Team der Landesgartenschau als „Architekt im Praktikum“ und übernimmt dort Aufgaben rund um Arten- und Naturschutz. Der 28-Jährige ist gebürtiger Offenburger, wuchs in der Oststadt auf und besuchte die Georg-Monsch-Schule sowie das Schiller-Gymnasium.

Schon früh interessierte sich Bäck nach Angaben der Landesgartenschau für das Gärtnern und für die Arbeit im Freien. Nach dem Abitur nahm er am Weltwärts-Programm teil und absolvierte auf einer Farm in Südafrika einen einjährigen Freiwilligendienst. Dort gehörten unter anderem das Melken von Kühen, der Bau von Zäunen und die Einbindung von Menschen mit Behinderung in die grüne Branche zu seinen Aufgaben.

Weg über Praxis und Studium

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland entschied sich Bäck für das Fach Landschaftsarchitektur. Ein Pflichtpraktikum im Garten- und Landschaftsbau absolvierte er bei der Firma Baum und Garten von Albrecht Bühler. Danach folgte die Ausbildung zum Landschaftsgärtner am Bodensee.

Mit dem Gesellenbrief begann er an der Hochschule Osnabrück ein Studium der Landschaftsentwicklung mit den Schwerpunkten Landschaftsplanung und Landschaftsökologie und schloss dieses mit dem Bachelor ab. Seit Ende 2024 setzt er sein Studium mit dem Master Landschaftsarchitektur fort. Für den Abschluss ist ein Praktikum erforderlich. Die Mitarbeit an den Vorbereitungen der Landesgartenschau in seiner Heimatstadt bezeichnet er als „einmalige Chance“.

Seit 1. Januar gehört Bäck zum LGS-Team um Geschäftsführerin Jutta Herrmann-Burkart. Nach seinen Angaben möchte er diese Tätigkeit bis zum Ende der Schau 2032 fortführen.

Fokus auf naturnahe Entwicklung

Nach Angaben der Landesgartenschau war für Bäck die naturnahe Ausrichtung des Projekts ausschlaggebend. Der Ansatz entspreche seiner Überzeugung, dass es in einer Stadt möglichst viel Natur geben sollte. Geplant seien grüne Freiräume und qualitativ hochwertige Wiesen. Zudem solle eine blau-grüne Achse vom Bahnhof zum Gifiz führen.

Arten- und Naturschutz als zentraler Aufgabenbereich

Zu Beginn seiner Tätigkeit arbeitete sich Bäck zunächst in die Projektunterlagen ein. Anschließend befasste er sich unter anderem mit dem Schutz der Mauereidechse. Die Art kommt in Deutschland vor allem im Südwesten vor und hat dort eines ihrer nördlichsten Verbreitungsgebiete. Daraus ergibt sich laut Mitteilung eine besondere Verantwortung für ihren Schutz.

Im Zuge der Umgestaltung der Räderbachinsel wurden rund 300 Mauereidechsen abgesammelt. Bis zur Landesgartenschau erhalten die Tiere einen Zwischenstandort, bevor sie an ihren ursprünglichen Lebensraum zurückkehren sollen. Mit künftigen Gehölzpflanzungen soll dort zusätzlicher Lebensraum entstehen.

Weitere geplante Maßnahmen

  • Begleitung der Ansaat einer insektenfördernden Zwischenbegrünung
  • Aufhängen von Nistkästen für Gebäude- und Höhlenbrüter
  • Montage einer Fledermausstele als freistehendes Fledermausquartier

Darüber hinaus kümmert sich Bäck nach Angaben der Landesgartenschau auch um Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation von Veranstaltungen. Die Mitteilung beschreibt ihn als engagierte Unterstützung für das Projekt und dessen naturnahe Ausrichtung.

Weitere Bilder

Mauereidechse auf einer Hand in ihrem Offenburger Lebensraum
Die Mauereidechse fühlt sich in Offenburg wohl© bhmp

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