Eichendorff-Gemeinschaftsschule erstrahlt modernisiert

Nach sieben Jahren Umbau bietet die Schule in Offenburg flexible Lernformen, individuelle Förderung und ausgezeichnete Berufsorientierung

Eichendorff-Gemeinschaftsschule erstrahlt modernisiert
Bild zum Beitrag© Offenburgs Redaktion

Die Eichendorff-Gemeinschaftsschule in Offenburg hat nach einem umfassenden, siebenjährigen Umbau einen Meilenstein erreicht. Als erste und bislang einzige Gemeinschaftsschule (GMS) der Stadt wurde sie grundlegend modernisiert und zukunftsfähig aufgestellt. Die Stadt Offenburg investierte rund 20 Millionen Euro in das Projekt und schuf eine Lernumgebung, die auf die besonderen Anforderungen der Gemeinschaftsschule zugeschnitten ist.

Moderner Lernraum für individuelles Lernen

Im Mittelpunkt des neuen pädagogischen Konzepts steht das individuelle Lernen der Schülerinnen und Schüler. Rektor Thomas Würthle erklärt, dass Lehrkräfte als Lernbegleiter*innen agieren und jeden einzelnen Lernweg unterstützen. Die Schule bietet flexibel nutzbare Lernräume, offene Zonen sowie Rückzugs- und Kooperationsbereiche. Neben klassischen Lehrmethoden kommen digitale Angebote wie Erklärvideos zum Einsatz, um jedem Kind die passende Lernform zu ermöglichen.

Lernen wird dabei als dialogischer Prozess verstanden: Austausch und Reflexion sind fester Bestandteil des Alltags. Im Nachmittagsbereich findet ein Ganztagsbetrieb statt. Zusätzlich steht den Lernbegleiter*innen ein weiterer Nachmittag als „Kooperationszeit“ zur Verfügung, um gemeinsam neue Lernstrategien zu entwickeln und Absprachen zu allen drei Niveaustufen zu treffen.

Niveaustufen und Abschlüsse – Flexibilität für die Schüler

Die Schüler können für jedes Thema individuell eine der drei Niveaustufen wählen: grundlegend (G), mittleres (M), erweitertes (E). Wie Heike Joggerst, erste Konrektorin, berichtet, erfolgt die Entscheidung über den angestrebten Schulabschluss gemeinsam mit Eltern und Lernbegleitenden am Ende der Klasse 8.

Vielfalt, Teilhabe und Mitgestaltung

Die Eichendorff-Gemeinschaftsschule versteht sich als Begegnungsraum, in dem Kinder aus etwa 30 Nationen miteinander lernen und leben. Zwei Vorbereitungsklassen (VKL) unterstützen gezielt jene, die Deutsch als Zweitsprache erwerben. Partizipation wird großgeschrieben: Schulversammlungen, eine engagierte SMV und schulweite Projekte, wie etwa die Einführung einer „handyfreien Zone“, fördern demokratische Mitgestaltung im Alltag.

Startchancen-Schule: Mehr Förderung für neue Impulse

Als ausgewählte Startchancen-Schule erhält die Eichendorff-Gemeinschaftsschule zusätzliche Ressourcen. Damit werden unter anderem kulturelle und musikalische Aktivitäten sowie außerschulische Lernorte wie Naturprojekte ermöglicht. Das Ziel: Die Lernvoraussetzungen für alle Schüler verbessern und neue Impulse über den Unterricht hinaus setzen.

  • Stärkung von Zugehörigkeit und Kompetenzerleben
  • Förderung der Selbstwirksamkeit der Kinder
  • Dies sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen in einer vielfältigen Schulgemeinschaft.

    Vorbildliche Berufsorientierung

    Die Eichendorff-Gemeinschaftsschule trägt das BoriS-Siegel – eine Landesauszeichnung für eine herausragende Berufsorientierung. Das vielfältige Programm umfasst unter anderem eine eigene Berufsinfomesse, Betriebserkundungen, Praktika und individuelle Beratungsgespräche zur Begleitung beim Übergang in Ausbildung oder zu weiterführenden Schulen.

    Ein starker Impuls für Offenburger Bildung

    Mit diesem umfassenden Konzept präsentiert sich die Eichendorff-Gemeinschaftsschule als moderner, offener und inklusiver Lernort. Sie setzt ein Zeichen für gelebte Vielfalt und bietet Kindern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten – ein wegweisender Schritt für die Bildungslandschaft in Offenburg.

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