Gut vorbereitet auf den Blackout

Neuer Leitfaden zeigt, wie Bürger mit Checklisten und Notfalltreffpunkten Stromausfälle meistern können

Stromausfälle sind in Deutschland selten, dennoch besteht das Risiko eines plötzlichen Blackouts weiterhin. Um die Bürgerinnen und Bürger optimal auf einen solchen Ernstfall vorzubereiten, hat die Stabsstelle für außergewöhnliche Ereignisse einen umfassenden Leitfaden veröffentlicht. Dieser Leitfaden soll helfen, Unsicherheiten zu nehmen und die wichtigsten Schritte vor, während und nach einem Stromausfall klar zu definieren.

Checklisten und Empfehlungen für den Ernstfall

Der Leitfaden enthält eine Vielzahl von Checklisten, die dabei helfen, sich schon frühzeitig auf einen möglichen Stromausfall vorzubereiten. Zentrale Empfehlungen umfassen:

  • Pro Person sollten mindestens 25 Liter Trinkwasser, weitere 3 Liter Getränke, 2,5 Kilogramm Getreideprodukte sowie ausreichende Konserven im Haus bevorratet werden.
  • Haustiere sollten ebenfalls mit einem Notvorrat bedacht werden.
  • Unverzichtbar sind Taschenlampen mit Ersatzbatterien, ein batteriebetriebenes Radio sowie ein Campingkocher.
  • Warn-Apps wie NINA und KATWARN werden dringend empfohlen. Sie können auch während eines Netzausfalls wichtige Warnungen durch

    auf die Smartphones der Nutzer senden. Fällt das Mobilfunknetz aus, bieten Batterieradios, Autoradios oder Kurbelradios eine alternative Informationsquelle.

    Verhalten im Stromausfall: Ruhe und Vorsicht

    Im Falle eines Stromausfalls lautet das erste Gebot: Ruhe bewahren. Dr. Erwin Drixler, Leiter der Stabsstelle, betont die Bedeutung der Ruhe ebenso wie die strikte Einhaltung folgender Maßnahmen:

    • Prüfung des Sicherungskastens, Abschalten und Trennen aller elektronischen Gerätschaften wie Herd und Bügeleisen zur Vermeidung von Brandgefahr.
    • Kühlschränke sollten geschlossen bleiben, damit Lebensmittel länger frisch bleiben.
    • Erste-Hilfe-Kasten stets griffbereit halten, lebenswichtige Medikamente wie Insulin auf Vorrat lagern.
    • Außerdem bittet Drixler: "Bitte keine Notrufe absetzen." Die Leitungen müssen für akute Notfälle frei bleiben. Wo möglich, sollte Nachbarschaftshilfe angeboten werden, insbesondere für ältere oder geschwächte Menschen.

      Notfalltreffpunkte und Nachbarschaftshilfe

      Hält der Stromausfall länger an, dienen die acht Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen als Notfalltreffpunkte. Sie sind mit Notstromaggregaten ausgestattet und halten die Funkverbindungen auch im Blackout aufrecht. Bürgerinnen und Bürger finden dort Schutz, Erste-Hilfe und aktuelle Informationen.

      Neben der offiziellen Unterstützung betont Drixler die Bedeutung des sozialen Miteinanders: "Sozialer Zusammenhalt ist ein wichtiger Faktor bei der Bewältigung von Krisen, besonders dann, wenn die Kapazität zur Eigenvorsorge nicht ausreicht." Eine gepflegte Nachbarschaftshilfe kann entscheidend dazu beitragen, schwierige Situationen gemeinsam zu meistern.

      Weitere Informationen

      Der vollständige Leitfaden mit allen Checklisten und Empfehlungen steht online zur Verfügung.

      Die Vorbereitung auf den Stromausfall ist eine Maßnahme, die nicht nur Sicherheit schafft, sondern auch das gemeinschaftliche Miteinander in Krisensituationen stärkt.

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