Hallo Oma, ich brauch Geld! – Theater gegen Telefonbetrug

Am 18. September in Offenburg: Interaktives Stück sensibilisiert Senioren für Trickbetrug und zeigt Schutzmöglichkeiten

Hallo Oma, ich brauch Geld! – Theater gegen Telefonbetrug
Bild zum Beitrag© Offenburgs Redaktion

Das Präventionstheaterstück "Hallo Oma, ich brauch Geld!" rückt die Gefahr des Trickbetrugs am Telefon ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Am Donnerstag, 18. September, um 17 Uhr ist die Aufführung in der Mensa des Stadtteil- und Familienzentrums am Mühlbach, Vogesenstraße 14a, geplant. Der Eintritt ist frei und richtet sich besonders an Seniorinnen und Senioren, aber auch an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinsam gegen Trickbetrug: Veranstalter und Hintergründe

Die Veranstaltung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V., dem Kreisverband, der Stadt Offenburg, der Abteilung Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt Beratung sowie der Polizei Offenburg, Referat Prävention. Ziel der Zusammenarbeit ist es, gezielte Aufklärung und Prävention zu bieten.

Was das Theaterstück leistet

Mit eindrücklichen und zugleich unterhaltsamen Szenen wird auf der Bühne erlebbar, wie Trickbetrüger am Telefon vorgehen. Die Betrüger geben sich beispielsweise als Enkelin, Polizist oder Ärztin aus und setzen auf Täuschung. Das interaktive Element macht das Stück besonders: Das Publikum kann sich aktiv einbringen und Lösungswege mitentwickeln, sodass Prävention praxisnah erfahrbar wird.

Konzept und Auszeichnung

Das Stück wurde von Theaterpädagoge und Projektleiter Allan Mathiasch gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Polizei entwickelt. Das fünfköpfige Schauspielteam umfasst auch zwei pensionierte Polizisten. Seit 2012 wird "Hallo Oma, ich brauch Geld!" bundesweit aufgeführt – die Inhalte werden regelmäßig an neue Betrugsmaschen angepasst. 2016 erhielt das Stück den European Crime Prevention Award, eine Auszeichnung der Europäischen Union für innovative Präventionsprojekte.

Engagement und Motivation

Heinrich Stöhr, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg e.V., hebt die Bedeutung des Projekts hervor:

Kontakt zu unseren Mitgliedern auch durch Berichte in der Presse hat uns bewusst gemacht, dass gerade ältere Menschen geschützt werden müssen. Die Initiative zum Theaterprojekt kam von unserem damaligen Vertreter der Jungen Mitglieder im Kreisvorstand, Raphael Kupferer. Er hat das Projekt vorgestellt und wir haben beschlossen, es gemeinsam mit einem Partner in die Ortenau zu holen.

Das Ziel ist es, Menschen für Betrugsmaschen zu sensibilisieren, Hilfestellung zum frühzeitigen Erkennen zu geben und zu zeigen, wie man sich im Ernstfall verhält. Gleichzeitig soll das subjektive Sicherheitsgefühl gestärkt werden, damit ältere Menschen sich in ihrem Alltag selbstbewusster schützen können.

Theater mit Mehrwert: Reale Szenen, praktische Tipps

Das Publikum erlebt nachgestellte Szenen, die an tatsächliche Betrugsfälle angelehnt sind. Die Aufführung bietet so nicht nur informative Einblicke, sondern auch unterhaltsame Momente – und leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz vor Telefonbetrug.

Weitere Informationen zum Theaterprojekthttp://www.kurzelinks.de/43fc

Die Bildunterschrift weist darauf hin: Telefonate, wie sie im echten Leben passieren, stehen im Fokus der Inszenierung. So schärft das Präventionstheater das Bewusstsein für Risiken und zeigt zugleich, wie Selbstschutz funktionieren kann.

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