KOD in Offenburg: Peter Kuhn leitet Einsatzteam im Außendienst

Tägliche Meldungsprüfung, direkter Bürgerschaftskontakt und Aufgaben wie Bestreifung, Deeskalation und Weiterleitung von Zuständigkeiten

Zum Transport der Arbeitsmittel wichtig: das Einsatzfahrzeug.
Zum Transport der Arbeitsmittel wichtig: das Einsatzfahrzeug.© Walz

Seit sieben Wochen im Einsatz

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist seit sieben Wochen auf Offenburger Straßen und Plätzen im Einsatz. Das sechsköpfige Team steht unter der Leitung von Peter Kuhn. Nach Angaben der Stadt ging der KOD durch zahlreiche Fortbildungen und Kooperationen mit anderen Behörden gut vorbereitet in den Dienst.

Der Arbeitsalltag beginnt für das Team täglich um 7 Uhr mit der Prüfung eingegangener Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern, der Polizei sowie aus der Stadtverwaltung. Auch Telefonate und der direkte Kontakt mit der Bürgerschaft beeinflussen die Einsätze.

Schichtzeiten und Einsatzgebiete

Die erste Schicht des Außendienstes ist montags bis freitags von 9.30 bis 17.45 Uhr unterwegs. Eine zweite Schicht gibt es dienstags bis donnerstags von 15 bis 23.45 Uhr sowie freitags und samstags von 16.45 bis 1 Uhr.

Zu den Aufgaben gehören die Nach- und Vorbereitung der Außendiensteinsätze, die Bearbeitung eingehender Einsätze sowie die regelmäßige Bestreifung des Stadtgebiets. Dazu zählen nach Angaben der Stadt die gesamte Innenstadt, die Ortsteile und die Parkanlagen, im Sommer außerdem die Badeseen in Offenburg.

Präsenz im öffentlichen Raum

Der Außendienst ist grundsätzlich mit mindestens zwei Personen unterwegs. Je nach Einsatzlage kann die Personalstärke auf bis zu fünf Mitarbeitende erhöht werden. Nach Angaben der Stadt ist der enge Austausch zwischen den Schichten, dem Innendienst, der Teamleitung und der Polizei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Der KOD ist auch bei Veranstaltungen präsent, etwa während der Fußball-Weltmeisterschaft beim Public Viewing auf dem Lindenplatz. Dort unterstützt das Team im Rahmen seiner Zuständigkeiten, ersetzt nach Angaben der Stadt aber weder die Polizei noch den Sicherheitsdienst.

Zu den Einsätzen zählen Ruhestörungen, unerlaubte Aufenthalte, illegale Müllablagerungen sowie aktuelle Grill-Aktionen im Außenbereich. Der Schwerpunkt liegt laut Mitteilung auf Präsenz im öffentlichen Raum, bürgernaher und deeskalierender Kommunikation sowie der Kontrolle und Durchsetzung ordnungsrechtlicher Vorschriften. Das gilt auch für Einsätze in der Haupt-, Lange- und Steinstraße.

Nach Angaben der Stadt reicht die bloße Präsenz in Uniform häufig schon aus, um etwa Raser zum Bremsen zu bewegen oder Radfahrende in der Fußgängerzone zum Absteigen zu veranlassen.

Unerlaubte Müllablagerungen werden zur weiteren Bearbeitung an die TBO weitergeleitet. Verkehrsverstöße gehen an den Gemeindevollzugsdienst.

Fortbildungen und Ausrüstung

Zur Vorbereitung auf die Einsätze absolvierte das Team Fortbildungen, die nach Angaben der Stadt das notwendige Fachwissen für unterschiedliche Einsatzlagen vermitteln. Auch regelmäßige Selbstverteidigungskurse gehören dazu.

Zur persönlichen Ausrüstung des KOD zählen unter anderem Funkgerät, Handschließen, Einsatzstock und Abwehrspray. Die Uniform besteht aus einer Schutzweste sowie einer einheitlichen und gut erkennbaren Dienstkleidung mit dem Logo des Kommunalen Ordnungsdienstes.

Fahrzeuge als Teil des Einsatzkonzepts

Unterstützt wird der KOD von zwei Einsatzfahrzeugen. Sie helfen laut Mitteilung dabei, Einsatzorte auch in zeitkritischen Lagen zügig zu erreichen, und bieten Platz für Arbeitsmittel und Ausrüstung. Außerdem ermöglichen sie den Transport herrenloser Tiere ins Tierheim.

Erste Rückmeldungen aus der Bürgerschaft

Nach Angaben der Stadt erhält das Team vielfach positives Feedback von Bürgerinnen und Bürgern, die den Einsatz des KOD begrüßen. Zugleich gehören laut Mitteilung auch Beleidigungen und Beschimpfungen durch uneinsichtige Personen zum Arbeitsalltag.

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