Neue Gedenktafel erinnert an NS-Opfer in Offenburg

Am Offenburger Bahnhof wird ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt – Stadt und Organisationen rufen zum verantwortungsvollen Gedenken auf

Neue Gedenktafel erinnert an NS-Opfer in Offenburg
Neue Gedenktafel erinnert an NS-Opfer in Offenburg
Bild zum Beitrag© Offenburgs Redaktion

Die Stadt Offenburg setzt ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen: Seit dem 6. August 2025 hängt am Ostausgang der Südunterführung des Offenburger Bahnhofs eine neue Gedenktafel, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Damit wird die beschädigte Vorgängertafel ersetzt und das Gedenken an die Verfolgten aufrechterhalten.

Erneuerung und Gestaltung am Offenburger Bahnhof

Im Laufe der Jahre war die alte Tafel deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden; eine zusätzliche kleine Begleittafel war sogar vollständig verschwunden. Nun wurde nicht nur die Gedenktafel selbst erneuert, sondern auch die dahinterliegende Wand in einem kräftigen Marineblau gestrichen. Diese Maßnahme sorgt für einen würdevollen und sichtbaren Rahmen. Verantwortlich zeichnete die Abteilung Stadtgeschichte des Fachbereichs Kultur.

Bedeutung des Erinnerns bleibt zentral

Die Stadt unterstreicht die Notwendigkeit der stetigen Erinnerung. Ein Stadthistoriker betont dazu:

„Auch 80 Jahre nach Kriegsende und Befreiung der Konzentrationslager ist uns die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Mitbürger*innen ein zentrales Anliegen.“

Damit wird erneut deutlich, wie wichtig es ist, sich auch Jahrzehnte nach Ende des NS-Regimes gegen das Vergessen zu engagieren und an die Opfer zu mahnen.

Historischer Hintergrund der Gedenktafel

Die Gedenktafel selbst trägt einen erklärenden Text, der ihre Bedeutung und Geschichte hervorhebt. So ist darauf zu lesen:

Der Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und die Vereinigung Verfolgten des Naziregimes – Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) erinnern mit dieser Gedenktafel an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 1. Mai 1995 wurde sie vor dem damaligen DGB-Haus gegenüber dem Bahnhof feierlich enthüllt. Am 9. November 2014 konnte die Tafel auf Initiative von VVN-BdA und vieler Einzelpersonen mit Unterstützung der Stadt Offenburg an ihrem neuen Standort der Öffentlichkeit übergeben werden.

Das Engagement verschiedener Organisationen und Privatpersonen, unterstützt durch die Stadt, illustriert den Stellenwert, den das öffentliche Gedenken in Offenburg genießt.

Ein Zeichen für die Zukunft

Mit der neuen Tafel und der optisch aufgewerteten Umgebung am Bahnhof setzt Offenburg ein Zeichen für Verantwortung und gegen das Vergessen. Die Stadt bekräftigt damit das Bewusstsein für ihre Geschichte und ruft auch kommende Generationen zum Erinnern auf.

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