Offenburg setzt auf Nachverdichtung bei Gewerbeflächen
Beim Wirtschaftsfrühstück in Waltersweier stellte die Stadt Ergebnisse einer Potenzialanalyse vor – inklusive neuer Ideen für gemeinsame Parkhäuser

Beim Wirtschaftsfrühstück für Offenburger Unternehmen im Gewerbegebiet Waltersweier hat die Stadt Offenburg die angespannte Lage bei verfügbaren Gewerbeflächen in den Mittelpunkt gestellt. Zu der Veranstaltung am 10. Juli hatte die Markant Gruppe eingeladen. Im Austausch mit Oberbürgermeister Marco Steffens ging es vor allem um die knappen Flächenreserven in der Stadt und um mögliche Wege zur Nachverdichtung in bestehenden Gewerbegebieten.
Flächenknappheit bleibt zentrales Problem
Nach Angaben der Stadt ist die Situation eindeutig: Unternehmen, die sich in Offenburg erweitern wollen, können derzeit keine neuen Flächen angeboten werden. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt das Büro Sippel und Buff beauftragt, bestehende Gewerbegebiete systematisch zu untersuchen. Dabei wurden insgesamt acht Gebiete detailliert analysiert.
Die Ergebnisse dieser Potenzialanalyse wurden beim Wirtschaftsfrühstück den anwesenden Betrieben vorgestellt. Ziel ist es, innerhalb bestehender Strukturen Möglichkeiten für zusätzliche Nutzungen zu finden.
Parkhäuser und Quartiersgaragen als Ansatz
Ein wichtiger Ansatz zur Nachverdichtung betrifft die bisher als Stellplätze genutzten Flächen auf Firmengeländen. Nach den vorgestellten Überlegungen könnten gemeinsame Parkhäuser oder Quartiersgaragen dazu beitragen, solche Flächen für Betriebserweiterungen freizumachen.
Im Gewerbegebiet Waltersweier gibt es dafür nach ersten Befragungen offenbar Bereitschaft. Acht Unternehmen haben demnach bereits Interesse an einer gemeinschaftlichen Parkierungslösung signalisiert. Zugleich zeigt die Umfrage, dass mehrere Betriebe in Waltersweier kurz- bis mittelfristig Erweiterungen planen.
Markant Gruppe stellte Standort vor
Gastgeberin des morgendlichen Treffens war die Markant Gruppe. Geschäftsführer John Grewe stellte das Unternehmen vor, das am Standort mit rund 970 Mitarbeitenden digitale Services und die Rechnungsabwicklung für den europäischen Handel übernimmt. Unter dem Motto „Zukunft durch Kooperation“ erläuterte er die Herausforderungen und Möglichkeiten einer baulichen Erweiterung.
Stadt sieht Wirtschaft in Offenburg stabil
In der anschließenden Diskussionsrunde äußerte sich Oberbürgermeister Marco Steffens optimistisch zur wirtschaftlichen Lage vor Ort. Trotz bundesweiter Herausforderungen sei eine Insolvenzwelle im Offenburger Mittelstand nach seiner Einschätzung kein Thema. Vielmehr verzeichne die Stadt sowohl bei produzierenden Unternehmen als auch im Dienstleistungsbereich weiterhin deutliches Wachstum und eine hohe Nachfrage.
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