Offenburg plant neues Polizei- und Justizzentrum
Modernes Gebäude im Bahnhofsquartier soll Behörden bündeln und Sicherheit erhöhen
Die Stadt Offenburg verfolgt ambitionierte Pläne zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit und Stadtentwicklung: Ein modernes Polizei- und Justizzentrum könnte künftig im Bahnhofsquartier entstehen und nicht nur zentrale Behördendienste zusammenführen, sondern auch dem umliegenden Areal neue Impulse geben. Die Vision wurde bei einem Ortstermin am 30. Juni 2025 von wichtigen Entscheidungsträgern wie Marion Gentges, Ministerin der Justiz und Migration des Landes Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Marco Steffens sowie den Behördenleitungen von Polizei, Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft diskutiert.
Signal für Sicherheit und Stadtentwicklung
Offenburg sieht in dem geplanten Zentrum eine "große Chance – nicht nur für die Stadtentwicklung, sondern insbesondere für die öffentliche Sicherheit." Oberbürgermeister Marco Steffens bekräftigte vor Ort die umfassende Unterstützung der Stadt für das ambitionierte Vorhaben. „Ein modernes Polizei- und Justizzentrum wäre ein starkes Signal für die öffentliche Sicherheit und eine große Chance für unser Bahnhofsquartier. Wir stehen voll hinter diesem Vorhaben und haben dem Land als Dienstherr der Einrichtungen bereits vollumfängliche Unterstützung zugesagt. Die Stadt Offenburg sieht mit großer Erwartung der Entscheidung des Landes entgegen“, so Steffens.
Aktuelle Herausforderungen und Synergiechancen
Hintergrund für die Initiative ist die derzeit unzureichende bauliche Unterbringung der Offenburger Polizei- und Justizdienststellen. Ein gemeinsames Zentrum könnte laut Verwaltung nicht nur die räumliche Situation verbessern, sondern auch Synergien durch gemeinsame Infrastruktur, abgestimmte Sicherheitskonzepte und zentralisierte Serviceeinheiten schaffen.
Als potenzieller Standort gilt das Bahnhofsquartier, das momentan im Zuge des Sanierungsgebiets "Bahnhof - Schlachthof" umfassend neugestaltet wird. Die Stadt hat bereits zahlreiche Grundstücke erworben und einen städtebaulichen Rahmenplan verabschiedet. Die zentrale Lage und die optimale Anbindung machen das Quartier besonders attraktiv für die Ansiedlung des neuen Behördenzentrums.
Stimmen aus der Landesregierung
Justizministerin Marion Gentges sieht in Offenburg großes Potenzial und nennt das mögliche Zentrum ein "Modellprojekt mit Strahlkraft in der Region und darüber hinaus". Sie hob die günstigen Voraussetzungen hinsichtlich behördenübergreifender Kooperation und Stadtentwicklung hervor und kündigte an, das Thema weiterhin aktiv auf Landesebene einzubringen.
Die Stadt Offenburg und das Land Baden-Württemberg wollen in enger Kooperation konkrete Wege prüfen, um eine zügige und wirtschaftliche Umsetzung des Projekts zu ermöglichen. Dabei steht auch im Fokus, Funktionalität, Sicherheit und städtebauliche Aspekte sinnvoll zu verbinden.
Bahnhofsquartier im Wandel
Das Bahnhofsquartier ist bereits seit einiger Zeit Teil eines umfassenden städtebaulichen Erneuerungsprozesses. Mit der anstehenden Landesgartenschau 2032 bekommt die Entwicklung zusätzliche Dynamik. Oberbürgermeister Steffens sieht das geplante Polizei- und Justizzentrum als perfekte Ergänzung zum Gesamtkonzept. „Wir sehen hier eine einmalige Gelegenheit, Funktionalität, Sicherheit und städtebauliche Aspekte erfolgreich zu verbinden", so der OB.
Die Hoffnung der Stadt: Dass das Land die Gelegenheit erkennt und die entsprechenden Entscheidungen für eine Realisierung trifft.
Die Projektbeteiligten im Überblick
Das geplante Polizei- und Justizzentrum steht beispielhaft für innovative Stadtentwicklung und zukunftsorientierte Sicherheitsinfrastruktur. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob Offenburg und das Land Baden-Württemberg das Projekt gemeinsam realisieren können.
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