Offenburg rüstet sich für Stromausfall

Leitfaden empfiehlt 10-Tage-Vorrat und Notfalltreffpunkte in Feuerwehrhäusern

Offenburg rüstet sich für Stromausfall
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Ein unerwarteter Stromausfall stellt jede Stadtgesellschaft auf die Probe – so zeigte es jüngst ein Fall in Berlin, als ein ganzes Viertel plötzlich ohne Strom war. Auch wenn ein umfassender und langanhaltender Stromausfall in Deutschland laut Experten als unwahrscheinlich gilt, möchte die Stadt Offenburg ihre Bürgerinnen und Bürger zu einem umsichtigen Krisenmanagement motivieren. Dafür hat die städtische Stabsstelle für außergewöhnliche Ereignisse einen durchdachten Leitfaden mit Checklisten und Tipps entwickelt, der für alle Haushalte wertvolle Orientierung bietet.

Umfassende Vorsorge: Was für den Ernstfall wichtig ist

Stabsstellenleiter Erwin Drixler unterstreicht die Wichtigkeit, bereits im Vorfeld Vorsorge zu treffen. Die Empfehlungen orientieren sich am Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Jede Person sollte für mindestens zehn Tage einen Vorrat an Lebensmitteln und anderen Alltagsgegenständen anlegen.

  • 25 Liter Trinkwasser
  • 3 Kilogramm Getreideprodukte
  • 2,5 Kilogramm Konserven
  • Notvorrat für Haustiere
  • Taschenlampe mit Ersatzbatterien
  • Batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio
  • Campingkocher und Ersatzkartuschen
  • Die vollständige Liste der empfohlenen Vorräte ist online abrufbar.

    Kritische Ausstattung für Notlagen

    • Kerzen, Campinglampen, Gaskartuschen, Brennpaste
    • Batterien, Powerbanks, geladene Akkus
    • Erste-Hilfe-Kasten, persönliche Medikamente, Hygieneartikel
    • Warme Kleidung, Decken, Wärmflaschen
    • Bargeld in kleinen Scheinen
    • Wichtige Dokumente und Notgepäck griffbereit
    • Tanks des Autos nicht leerfahren
    • Besonders wichtig ist auch die Vorbereitung bei pflegebedürftigen Angehörigen, da externe Unterstützungsdienste bei einem Stromausfall zunächst nicht erreichbar sein könnten.

      Kommunikation und Information im Krisenfall

      Warn-Apps wie NINA und KATWARN sowie der Cell Broadcast-Dienst informieren über aktuelle Ereignisse. Im Falle eines Netzausfalls sind batteriebetriebene Radios oder Autoradios die wichtigsten Informationsquellen. Das Mobilfunknetz kann bei größeren Stromausfällen rasch zusammenbrechen, daher sollten alternative Kommunikationsmittel vorgehalten werden.

      Das richtige Verhalten bei Stromausfall

      • Ruhe bewahren und überlegt handeln
      • Sicherungskasten überprüfen
      • Bei Nachbarn nachfragen und Informationen austauschen
      • Batterieradio oder Autoradio einschalten
      • Familienmitglieder informieren
      • Auf keinen Fall Aufzüge benutzen
      • Alle Elektrogeräte, besonders Herd und Bügeleisen, vom Netz trennen
      • Notrufnummern (nur Polizei 110 und Feuerwehr 112) ausschließlich für echte Notfälle verwenden
      • Hilfsbereitschaft gegenüber Schwächeren und älteren Menschen zeigen
      • Kühl- und Gefrierschränke möglichst geschlossen halten
      • Notfalltreffpunkte bieten Schutz und Informationen

        Sollte sich ein Stromausfall über einen längeren Zeitraum erstrecken, werden acht Feuerwehrhäuser in Offenburg als Notfalltreffpunkte fungieren. Sie sind mit Notstromaggregaten und Funkverbindungen ausgestattet und bieten Anlaufstellen für Schutz, Erste-Hilfe und aktuelle Informationen.

        • Kestendamm 4 (Mitte/Kernstadt)
        • Kehler Straße 65 (Nord/West)
        • Rammersweierstraße (Ost/Rammersweier)
        • Lindenstraße 14 (West/Waltersweier)
        • Kreuzwegstraße 16 (Elgersweier)
        • Oberrothweg 16a (Windschläg)
        • Schulstraße 1 (Zell-Weierbach/Fessenbach)
        • Winkelvogtsgarten 7 (Zunsweier)
        • Neben der offiziellen Hilfe ist bürgerschaftliches Engagement gefragt. Sozialer Zusammenhalt spielt gerade in Krisenzeiten eine tragende Rolle – das hebt auch Stabsstellenleiter Drixler hervor.

          Weitere Informationsquellen und Hilfsmittel

          Detaillierte, regelmäßig aktualisierte Informationen stehen online zur Verfügung. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert über aktuelle Risiken in sozialen Medien und über Warn-Apps.

          Leitfaden und Tipps der Stadt Offenburghttp://www.offenburg.de/stromausfall

          Der Flyer „Anlaufstellen und Notfallvorrat“ steht Interessierten ebenfalls online zur Verfügung.

          • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

            • Twitter: @bbk_bund
            • Instagram: @bbk_in_aktion
            • Warn-Apps: NINA, KATWARN

              title="Stabsstelle außergewöhnliche Ereignisse"

              subtitle="Stadt Offenburg"

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