Offenburg startet Ladestationen für Elektrorollstühle
Fünf Stadtteilzentren bieten neue öffentliche Lademöglichkeiten zur Förderung der Mobilität und Teilhabe

Menschen, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind, kennen das Problem: Die Reichweite des Akkus bestimmt, wie flexibel und mobil sie ihren Alltag gestalten können. In Offenburg wurde jetzt ein neues Pilotprojekt gestartet, das der bisherigen Unsicherheit rund um das Laden der Rollstühle ein Ende bereiten soll.
Neue Lademöglichkeiten in Offenburger Stadtteilen
Ab sofort stellen fünf Stadtteil- und Familienzentren (SFZ) in Offenburg während ihrer Öffnungszeiten öffentliche Lademöglichkeiten für Elektrorollstühle zur Verfügung. Zu den beteiligten Einrichtungen zählen:
Die Initiative sorgt dafür, dass Rollstuhlnutzer ihre Akkus unkompliziert aufladen und somit ihren Aktionsradius deutlich erweitern können.
Initiator mit Branchenerfahrung und persönlicher Motivation
Reinhard Wunderlich, selbst seit knapp 15 Jahren Rollstuhlfahrer nach einem Schlaganfall, ist der Initiator des Projekts. Als ehemaliger Country Manager eines internationalen Gesundheitsunternehmens bringt er einschlägige Erfahrung mit, die ihm bei der Umsetzung zugutekommt. Unterstützt wurde er dabei auch von Mathias Kassel, Leiter der städtischen Stabsstelle „Mobilität der Zukunft“.
Die stellte die benötigten Ladegeräte kostenfrei zur Verfügung. Für das Unternehmen ist das Offenburger Projekt ein Pilotfall, an dem sie mit großem Interesse beteiligt sind. Die technische Umsetzung vor Ort übernahm das Sanitätshaus Schwendemann-Vogel.
Reinhard Wunderlich betont, dass seine Branchenerfahrung entscheidend bei der Realisierung des Projekts war. Die Zusammenarbeit verschiedener Partner aus Unternehmen, Stadtverwaltung und dem Gesundheitsbereich führte so zur schnellen und pragmatischen Umsetzung.
Erste Stationen – weitere Ziele
Mit der Bereitstellung von Lademöglichkeiten in den ersten fünf SFZ ist das Ziel noch lange nicht erreicht. Wunderlich plant, ein dichtes Netzwerk von Ladestationen in weiteren öffentlichen Gebäuden und Geschäften aufzubauen, um die Mobilität von Menschen im E-Rollstuhl nachhaltig zu verbessern.
Engagement und Auszeichnung
Für sein vorbildliches Engagement in der Schlaganfall-Selbsthilfe Offenburg wurde Reinhard Wunderlich im vergangenen Jahr bereits mit dem Motivationspreis der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe geehrt. Gemeinsam mit Jule Marschner aus der städtischen Sozialplanung präsentiert er das neue Ladegerät – ein Symbol für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe im Alltag.
Partner und Unterstützer des Projekts
Mit der neuen Infrastruktur macht Offenburg einen wichtigen Schritt in Richtung Inklusion und praktischer Unterstützung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Initiative zeigt, wie Zusammenarbeit und Engagement aus der Gesellschaft eine konkrete Verbesserung im Alltag bringen können.
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