Offenburger Wirtschaftsforum: Innovation trifft Stadtentwicklung
1,4 Milliarden Euro Investitionen, Start-up-Pitches und der erste Transferpreis der Hochschule Offenburg im neuen flow1986

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Das 47. Offenburger Wirtschaftsforum stand diesmal im Zeichen von Stadtentwicklung, Start-up-Förderung und der Verleihung des Transferpreises. Veranstaltungsort war das neu eröffnete Innovationszentrum flow1986 auf dem Canvasplus-Areal, welches zentrale Akteure der regionalen Wirtschaft, Wissenschaft und Unternehmensgründung zusammenführte.
Zukunftsprojekte der Stadt Offenburg
Oberbürgermeister Marco Steffens eröffnete das Wirtschaftsforum mit einem umfassenden Überblick über die ambitionierten städtischen Großprojekte. Im Fokus steht der Ausbau der Infrastruktur mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro, der laut Steffens ein Vielfaches an privaten Investitionen anstoßen wird. Zu den Leistungen der kommenden Jahre zählen unter anderem:
Der Oberbürgermeister betonte zudem die Bedeutung von Demokratie für den wirtschaftlichen Erfolg und den Unternehmergeist der Stadt.
Start-up-Ökosystem im Aufbruch
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Florian Appel, Geschäftsführer Innovation einer Tochtergesellschaft der Stiftung Technologie Wirtschaft Offenburg/Mittelbaden. Er unterstrich die Mission seines Teams, Menschen mit Ideen gezielt zu vernetzen. Formate wie der Black Forest Hackathon und die regelmäßigen flownights im flow1986 sollen ein dynamisches Start-up-Ökosystem fördern. Besonders wichtig sei, dass das Innovationszentrum als offene Begegnungsstätte für Menschen mit verschiedensten Hintergründen dient und kein geschlossener Kreis wird.
Drei ansässige Jungunternehmen präsentierten sich anschließend dem Publikum:
Retamo (präsentiert von Joe Krumhard): Bietet Dienstleistungen für das Online-Bewertungsmanagement von Unternehmen.
Querdenker Engineering (Florian Seibold): Ein auf Interdisziplinarität fokussiertes Ingenieurbüro für Soft- und Hardwareentwicklung.
Picea Biosolutions (Daniel Heid): Betreiber eines hochmodernen Biotech-Labors zur Entwicklung von Hochleistungsmikroorganismen und Enzymen für die Industrie. Ein besonderes Ziel des Start-ups ist die Reduzierung klimaschädlicher Emissionen.
Nachhaltige Architektur als Leitbild
Architekt Peter Waibel betonte in seinem Bericht die konsequente Ausrichtung des Neubaus auf Nachhaltigkeit. Das flow1986 ist als modernes Holzgebäude im Energiestandard Effizienzhaus 40 gebaut. Die positive CO2-Bilanz und eine bepflanzte Fassade sorgen für ein verbessertes Mikroklima und unterstreichen den ökologischen Anspruch des Projekts.
Transferpreis Hochschule Offenburg: Innovation ausgezeichnet
Den festlichen Abschluss bildete die Verleihung des Transferpreises Hochschule Offenburg. Dieser Preis würdigt herausragende Leistungen im Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und will den Dialog zur nachhaltigen Entwicklung der Region stärken.
Drei nominierte Projekte wurden per Filmbeitrag vorgestellt:
Die Teilnehmenden des Forums wählten "Industry on Campus" unter Leitung von Professor Alfred Isele per Online-Abstimmung zum Sieger der mit 2.000 Euro dotierten Erstverleihung. Der Preis wurde von move.mORe, einem Projektverbund der Hochschulen Karlsruhe und Offenburg, gestiftet. Bemerkenswert: Das prämierte Projekt wurde als 3-D-Druck an der Hochschule Offenburg entwickelt.
Ausblick: Impulse für Wirtschaft und Wissenschaft
Das Offenburger Wirtschaftsforum zeigt, wie Stadtentwicklung, innovative Unternehmen und nachhaltige Architektur ineinandergreifen können. Die neue Infrastruktur, Start-up-Initiativen und die Förderung von Technologietransfer geben wichtige Impulse für die Zukunft der Region.
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