Sanierungsgebiet am Ebertplatz: Vorbereitung für den Wegfall des Klinikstandorts
Vor-Ort-Termin mit Landesbehörden, laufende vorbereitende Untersuchung und Ziel: Antrag noch in diesem Jahr stellen

Sanierungsgebiet Ebertplatz: Stadt hofft auf Mittel aus der Städtebauförderung
Für das geplante Sanierungsgebiet am Ebertplatz hat es in der vergangenen Woche einen Vor-Ort-Termin mit Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg sowie des Regierungspräsidiums gegeben. Hintergrund ist die geplante Entwicklung des Areals nach der Aufgabe des Klinikstandorts, die mit dem Bau des neuen Zentralklinikums voraussichtlich im Jahr 2031 erfolgen soll.
Damit für das Gebiet finanzielle Mittel aus dem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung abgerufen werden können, muss das Areal als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Das Treffen diente nach Angaben der Stadt zunächst dem Kennenlernen der zuständigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.
Martini sieht großes Entwicklungspotenzial
Bürgermeister Oliver Martini bewertete den mehr als zweistündigen Rundgang positiv. Er erklärte, der Austausch mit Ministerium und Regierungspräsidium habe aus seiner Sicht noch einmal gezeigt, „was für eine große Chance die zukünftige Entwicklung des Gebiets für die Stadt Offenburg ist“. Zugleich sei deutlich geworden, dass bereits jetzt mit dem Sanierungsgebiet begonnen werden müsse, um nach der Aufgabe des Klinikstandorts zügig in die Umsetzung einsteigen zu können.
Vorbereitende Untersuchung läuft bereits
Nach Angaben der Stadt läuft derzeit die vorbereitende Untersuchung. Seit dem 22. Juni werden Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Anwohnende befragt. Auf diese Weise sollen frühzeitig alltagsnahe Hinweise, Bedarfe und Perspektiven aufgenommen und im weiteren Planungsprozess geprüft werden. Daraus sollen konkrete Entwicklungsmaßnahmen abgeleitet werden.
Bereits Anfang Juli hatte zudem eine Öffentlichkeitsveranstaltung stattgefunden, bei der die Stadt den direkten Austausch mit der Bevölkerung suchte.
Antrag noch in diesem Jahr geplant
Die Stadt beabsichtigt, den Antrag noch in diesem Jahr zu stellen. Das künftige Sanierungsgebiet umfasst rund 29,8 Hektar. Als städtebaulicher Missstand wird zum einen die Situation an Hitzetagen genannt. Zum anderen verweist die Stadt auf den sich abzeichnenden Leerstand, der durch den Umzug des Klinikums in den Nordwesten an den Holderstock entstehen wird. Das Sanierungsgebiet wird deshalb als vorausschauende Maßnahme verstanden.
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