Vorlesen öffnet Türen: Offenburg setzt auf Sprachförderung

Mit dem Projekt „Sprache – Schlüssel zur Zukunft“ stärken Ehrenamtliche in Kitas die Sprachkompetenz und fördern Bildungsgerechtigkeit

Vorlesen öffnet Türen: Offenburg setzt auf Sprachförderung
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Der bundesweite Vorlesetag am 21. November rückt die Bedeutung des Vorlesens für Kinder in den Mittelpunkt. Die Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas und der Verein Lesewelt Ortenau e. V. nehmen dies zum Anlass, um auf den nachhaltigen Einfluss des Vorlesens auf die Sprachentwicklung und Bildungschancen von Kindern aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto „Vorlesen spricht Deine“ betont die verbindende Kraft des Vorlesens in allen Sprachen – ein Grundsatz, der auch im gemeinsamen Sprachprojekt „Sprache – der Schlüssel zur Zukunft“ gelebt wird.

Vorlesen als Schlüssel zur Zukunft

Regelmäßiges Vorlesen unterstützt nicht nur Sprache, Denken und Konzentration bei Kindern, sondern fördert auch Kreativität und Empathie. Dennoch verdeutlichen aktuelle Zahlen eine Herausforderung: Jedem dritten Kind in Deutschland wird selten oder nie vorgelesen, was zu erheblichen Lücken in der Sprachkompetenz führt. Beispielsweise können rund ein Viertel der Viertklässler und 15-Jährigen nicht ausreichend gut lesen. In Baden-Württemberg haben 33,1 Prozent der Vorschulkinder einen erhöhten Sprachförderbedarf.

Barbara Huber, Vorständin der Bürgerstiftung St. Andreas, hebt hervor: „Die frühe Kindheit ist der wichtigste Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Nicht alle Kinder wachsen in sprachreichen Umgebungen auf. Deshalb setzen wir bewusst früh an – in der Kindertagesstätte.“

Das Projekt „Sprache – Schlüssel zur Zukunft“ in Offenburg

Seit 2022 arbeiten die Bürgerstiftung St. Andreas und die Lesewelt Ortenau e. V. gemeinsam an regelmäßigen Vorlesezeiten in Offenburger Kindertagesstätten. Das Projekt, durch wissenschaftliche Begleitung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd initiiert, ist auf nachhaltige Wirkung ausgelegt und bis zum Projektende gesichert.

  • Ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser bringen Geschichten, Begeisterung und wichtige Vorbilder in die Kitas.
  • Das Motto „Vorlesen spricht Deine“ unterstreicht, dass Geschichten in jeder Sprache wirken und Mehrsprachigkeit als Ressource zu verstehen ist.
  • Das Projekt führte zu deutlich sinkendem Förderbedarf bei teilnehmenden Kindern.
  • Sprachförderkräfte, gezielte Qualifizierungsmaßnahmen und hochwertige Materialien steigern die Qualität in den Einrichtungen spürbar.
  • Unterstützung von mehr als 40 Unternehmen, Vereinigungen und Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft trägt zu einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro bei.
  • Stärkung der Bildungsgerechtigkeit

    Das gemeinsame Ziel der Partner ist es, Chancengleichheit unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft zu schaffen. Barbara Huber betont: „Gemeinsam mit der Stadt Offenburg wollen wir wirksame Maßnahmen stadtweit ausrollen und alle Kitas erreichen. Jedes Kind verdient die Chance, durch Sprache die Welt zu entdecken und die eigene Zukunft zu gestalten.“

    Bundesweiter Vorlesetag: Geschichten als Brückenbauer

    Am 21. November werden in zahlreichen Offenburger Kitas ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser aktiv. Ihr Einsatz zeigt, wie Vorlesen Kinderaugen zum Leuchten bringt und Horizonte erweitert. Das Projekt „Sprache – der Schlüssel zur Zukunft“ setzt mit gezielter Elternarbeit, zusätzlichem Fachpersonal und wissenschaftlicher Begleitung auf nachhaltige Strukturen für frühe Bildungsgerechtigkeit.

    title="Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas & Lesewelt Ortenau e.V."

    subtitle="Für Rückfragen und Informationen"

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