Gemeinschaftsschule Wertheim: Sekundarstufe soll auf den Reinhardshof umziehen
Die Sekundarstufe der Gemeinschaftsschule Wertheim soll nach dem Schulentwicklungskonzept der Stadt künftig auf dem Reinhardshof untergebracht werden. Der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt hat dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zu fassen.
Grundlage der Beratung war eine Machbarkeitsstudie von Architekt und Stadtplaner Daniel Schönle aus Stuttgart und Dr. Otto Seydel vom Institut für Schulentwicklung in Überlingen. Nach ihren Ergebnissen ist die ehemalige Grund- und Hauptschule auf dem Reinhardshof grundsätzlich für die geplante Nutzung als Gemeinschaftsschule geeignet.
Für die kommenden Jahre wird mit 300 bis 325 Schülerinnen und Schülern gerechnet. Daraus ergibt sich ein Gesamtflächenbedarf von rund 2.983 Quadratmetern. Das bestehende Gebäude verfügt laut Stadt derzeit über etwa 2.002 Quadratmeter Nutzfläche. Zusätzliche Flächen sollen durch die Aufstockung eines Gebäudeteils in Holzbauweise entstehen.
Als bevorzugte Lösung sieht die Planung ein Vierer-Cluster-Modell vor. Dabei gruppieren sich jeweils vier Klassenräume um gemeinsame Lern- und Differenzierungsbereiche.
Auch der Sportunterricht spielte in den Beratungen eine Rolle. Da eine Mitnutzung der Sporthalle der Hochschule der Polizei nach aktuellem Stand nicht möglich erscheint, schlägt die Verwaltung vor, den überwiegenden Teil des Sportunterrichts in der Waldsporthalle Dörlesberg durchzuführen. Dafür soll ein Bus-Shuttle eingerichtet werden. Nach den Berechnungen der Verwaltung wäre diese Lösung wirtschaftlicher als der Neubau einer eigenen Sporthalle.
Für den Umbau rechnet die Stadt derzeit mit Gesamtkosten von rund zwölf Millionen Euro. Erwartet werden Fördermittel von insgesamt etwa 6,1 Millionen Euro aus verschiedenen Programmen. Damit verblieben der Stadt nach aktuellem Stand rund 5,9 Millionen Euro. Ein vollständiger Neubau würde nach ersten Schätzungen rund 25 Millionen Euro kosten.
Über den Grundsatzbeschluss und das weitere Vorgehen entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am 12. Oktober. Mit einem positiven Beschluss würde die Verwaltung beauftragt, die Planungen zu konkretisieren und die notwendigen Förderanträge vorzubereiten.
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