Öffentliche Artikelquelle
E-Mail an die Redaktion
Von: Redaktion Kehl
Absender: •••@stadt-kehl.de
An: Unsere Redaktion
Betreff: Gabriele Engelhardt führt durch die „Kehler Berge“ – Jubiläumsbild am 13. November in der Friedenskirche
Pressestelle der Stadt Kehl
Norman Mummert
Telefon 07851/88-1110
Fax 07851/88-1102
E-Mail: •••@•••
17.10.2025
Pressemitteilung
Gabriele Engelhardt führt durch die „Kehler Berge“ – Jubiläumsbild am 13. November in der Friedenskirche
Kehl – „Kunst hat den Auftrag, die Dinge anders zu sehen“, sagt die Fotografin und Bildhauerin Gabriele Engelhardt. So lassen sich beispielsweise die Schüttguthaufen im Hafengebiet als „Kehler Berge“ neu interpretieren. Diesen Betrachtungswinkel hat die Künstlerin gewählt, um den Kehler Hafen in die Innenstadt zu holen – in 15 Fotocollagen an sieben Standorten. Die Entstehungs- und den Schaffensprozess hinter den großformatigen Aufnahmen erläuterte Gabriele Engelhardt bei einem Rundgang am Donnerstagabend (16. Oktober). Ein gutes Dutzend Interessierte folgte ihr dazu zu einigen der insgesamt 20 aufgestellten Containern.
Vor rund zehn Jahren hatte sich Gabriele Engelhardt bei einem Fotowettbewerb der Stadt beworben. Ihr Vorschlag: Gebäudeansichten in Wasserspiegelungen. Dieser ungewöhnliche Ansatz überzeugte das Kulturbüro. Gabriele Engelhardt erhielt den Zuschlag und fand sich, so erzählt sie es beim Rundgang, schließlich im Hafen vor einem riesigen, von Wind und Wasser durchfurchten Kohleberg wieder. Das war 2016. Die Aufnahme, die damals entstand, ist ebenfalls Teil der derzeitigen Ausstellung und auf der der Straßburger Straße zugewandten Seite der Container auf dem Läger-Parkplatz zu sehen. „Ein Bild besteht aus rund 1000 Einzelaufnahmen“, berichtet Gabriele Engelhardt und spricht dabei von Datengröße, Segmentierung, Zentralperspektiven, Zweidimensionalität und Plastizität. „Durch Ausschneiden, Drücken, Wegschieben und Verwerfen sind am Rechner diese Collagen entstanden“, berichtet sie und fügt hinzu: „Im Prinzip habe ich geknetet wie eine Bildhauerin.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rundgangs lernen an diesem Abend nicht nur etwas über Gabriele Engelhardts künstlerischen Ansatz. Inzwischen befasst sie sich seit knapp zehn Jahren mit Binnenhäfen und hat sich in dieser Zeit einiges an Hintergrundwissen über Hafenlogistik aneignen können. So erfährt ihre Zuhörerschaft, dass im Kehler Hafen etwa 40 verschiedene Stoffe umgeschlagen werden – deutlich mehr, als dies an mitteleuropäischen Binnenhäfen üblich ist. Und sie erfährt auch, wie fortschrittlich und umweltschonend die Hafenbetriebe sind: Selbst vermeintliche Abfallprodukte wie Schlacke finden im Straßenbau Verwendung.
Dass die Ausstellung „Kehler Berger“ in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers besprochen wird, ist Gabriele Engelhardt bewusst. Fragen wie „Können Sie nicht was Schönes fotografieren?“ wurden an sie herangetragen. Sehr viel einmütiger klingt das Echo aus der Kunstwelt. „Die Kunstwelt findet die ‚Kehler Berge‘ fantastisch“, berichtet Gabriele Engelhardt. Einige der Berge sind ab 6. November in Paris im Espace Niemeyer als Teil der Biennale de l’Image Tangible (zu Deutsch: Biennale der greifbaren Bilder) zu sehen. In Kehl wird es am 13. November einen neuen Kehler Berg zu sehen geben. Gabriele Engelhardt verrät, dass sie derzeit an einem Jubiläumsbild arbeitet, das in der Friedenskirche gezeigt werden soll.
Bildrechte: Stadt Kehl | Norman Mummert
Mit
Anhänge
- kehler_berge-1.jpg1.1 MB
- kehler_berge-2.jpg1.0 MB
- kehler_berge-6.jpg1.2 MB