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Betreff: Ausstellungsende der „Kehler Berge“: Container verschwinden aus der Innenstadt
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15.01.2026
Pressemitteilung
Ausstellungsende der „Kehler Berge“:
Container verschwinden aus der Innenstadt
Kehl – Sprichwörtlich Berge versetzt hat am Mittwoch, 14. Januar, der mobile Kran der Firma MSG vor der Friedenskirche. Die ersten beiden von insgesamt 20 teils mit großformatigen Fotocollagen behangenen Schiffscontainern wurden vom Marktplatz abtransportiert und zu ihrem neuen Bestimmungsort am Haus der Jugend gebracht. Damit endet nach knapp vier Monaten die Ausstellung „Kehler Berge“.
Aus dem Stadtbild verschwinden die Schiffscontainer damit allerdings nicht. Für elf Container wurde am Haus der Jugend, an der Hebelschule und der Grundschule in Marlen, auf dem Betriebshof in Auenheim, am Sundheimer Fort sowie auf dem Gelände der Feuerwache eine neue Bleibe und auch ein neuer Verwendungszweck gefunden. Die übrigen Container werden in den Hafen zurückgebracht. Bis zum Ende der Woche sollen sämtliche Container an ihren neuen Standorten stehen.
Oberbürgermeister Wolfram Britz, Hafendirektor Volker Molz, Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp und die Künstlerin Gabriele Engelhardt blicken zufrieden auf die nun zu Ende gegangene Ausstellung zurück. „Das Projekt hat in der Stadtgesellschaft für einige Aufregung gesorgt“, berichtet der OB. „Wir wollten, dass sich die Kehlerinnen und Kehler mit der Identität ihrer Stadt auseinandersetzen. Ich denke, das ist uns gelungen“, fügt er hinzu. Anlässlich seines 125. Jubiläums hat der Hafen gemeinsam mit der Stadt das Kunstprojekt „Kehler Berge“ aus dem Jahr 2016 aufgegriffen und zu einer kernstadtweiten Ausstellung mit 15 Exponaten ausgeweitet. Die Idee: Die aufwendigen Fotocollagen Gabriele Engelhardts sollten den Hafen in künstlerisch-kreativer Weise in die Innenstadt bringen. Die Freiluftausstellung stieß bei den Kehlerinnen und Kehlern auf ein durchaus geteiltes Echo. Während es viel Lob für den künstlerischen Ansatz gab, die sonst eher flache Topografie Kehls mit den titelgebenden Motiven ironisch zu kontrastieren, stießen sich einige Betrachterinnen und Betrachter an der gewählten Ästhetik. „Über Kunst kann man bekanntlich streiten“, sagt der OB. „Die wirtschaftliche und historische Bedeutung des Hafens für unsere Stadt lässt sich hingegen nicht abstreiten.“ Hafendirektor Volker Molz lobt die reibungslose Zusammenarbeit der Akteure und gibt bereits einen Ausblick darauf, wie es mit der Ausstellung weitergehen könnte. Die Stadt Straßburg möchte die Collagen anlässlich ihres eigenen 100. Hafenjubiläums zeigen. Auch die Hafenverwaltung aus Mannheim habe Interesse signalisiert. Einige der Werke von Künstlerin Gabriele Engelhardt wurden bereits im vergangenen November in Paris auf der Biennale de l’Image Tangible (zu Deutsch: Biennale der greifbaren Bilder) gezeigt. Auch in der Stuttgarter Staatsgalerie, in der Kunsthalle Baden-Baden, auf dem f2-Fotofestival in Dortmund sowie in der Kunsthalle im österreichischen Krems waren die „Kehler Berge“ zu sehen. Für die Fotografin und Bildhauerin selbst könnte die Ausstellung zudem ein gewinnbringendes Nachspiel haben: Sie wurde für den Georg-Koppmann-Preis für Hamburger Stadtfotografie nominiert. „Die Ausstellung hat Kehl überregional und international bekannter gemacht“, freut sich Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp. Damit sei man dem Ziel, „Kehl kann Kunst“ unter dem städtischen Motto R(h)einschauen als Marke zu etablieren, ein gutes Stück nähergekommen. Er führt den Ausstellungserfolg auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Industrieunternehmen aus dem Hafen zurück. „Wir ziehen alle an einem Strang, weil wir dasselbe Ziel vor Augen haben, Kehl nach vorne zu bringe“, sagt er.
Oberbürgermeister Wolfram Britz zeigt sich zudem beeindruckt, dass die aufgespannten Fotocollagen „in keiner Weise durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen wurden“ und wertet dies als Zeichen der Wertschätzung.
Die Ausstellung „Kehler Berge“ wurde durch Sponsoren sowie durch Mitarbeitende der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH und des Betriebshofs unterstützt.
Bildunterschrift: Zufriedene Gesichter zum Ausstellungsende: (von links) Künstlerin Gabriele Engelhardt, flankiert von zwei Mitarbeitenden des MSg-Krandiensts, Hafendirektor Volker Molz, Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp und Oberbürgermeister Wolfram Britz.
Bildrechte: Norman Mummert | Stadt Kehl
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