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Betreff: Sechstes Vereinstreffen: Offener Austausch zwischen Stadt und Vereinen
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03.04.2025
Pressemitteilung
Sechstes Vereinstreffen: Offener Austausch zwischen Stadt und Vereinen
Kehl - Bereits zum sechsten Mal haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Vereine und der Stadt am Montagabend (31. März) getroffen. In der Mensa des Schulzentrums hatten die rund 70 Anwesenden die Möglichkeit, sich direkt mit Oberbürgermeister Wolfram Britz, der Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Kultur Natascha Kaiser und Sandra Gerhardt, bei der Stadt für Vereinsförderung zuständig, auszutauschen.
Dabei ging es unter anderem um die Versammlungsstättenverordnung des Landes Baden-Württemberg. Außerdem erhielten die Vereine Informationen zu Beratungsangeboten.
Die Versammlungsstättenverordnung für Baden-Württemberg beschäftigt nach wie vor viele Vereinsvertreterinnen und -vertreter. Zur Erinnerung: Die Verordnung formuliert Sicherheitsvorgaben für verschiedene Veranstaltungsformate. Die Stadt übernimmt als Eigentümerin der öffentlichen Versammlungsstätten eine sogenannte Betreiberhaftung, die Sicherheit des Veranstaltungsablaufs verantwortet jedoch der ausrichtende Verein. Die Vereine sollen Mitglieder benennen, die hierzu die Rolle einer Veranstaltungsleiterin oder eines Veranstaltungsleiters übernehmen. Wird bei Veranstaltungen die Sorgfaltspflicht nicht erfüllt, besteht das Risiko, dass Vereinsvorstände im Schadensfall in Haftung genommen werden könnten. Mit dieser Problematik will die Stadt die Vereine nicht allein lassen. Für den 24. Mai kündigte Sandra Gerhardt eine Schulung zum Thema Veranstaltungsleitung in Versammlungsstätten in der Kulturfabrik in Goldscheuer an. Vereine können bis zu zwei Personen zur Schulung anmelden, die Kosten übernimmt die Stadt. Insgesamt sind 50 Plätze verfügbar. Eine Anmeldung ist ab sofort auf der Webseite www.vereine-kehl.de möglich "Wir wollen ja, dass es gute und sichere Veranstaltungen gibt", betonte Oberbürgermeister Wolfram Britz. Ein weiterer Aspekt bereitete den Vereinen am Montagabend Kopfzerbrechen: Wann benötigen sie eine sogenannte Fachkraft für Veranstaltungstechnik und wie lange muss diese vor Ort bleiben? Sandra Gerhardt erläuterte in diesem Zusammenhang das von der Stadt erarbeitete dreistufige Konzept. Ein Veranstaltungstechniker muss demnach bei Veranstaltungen der dritten Stufe hinzugezogen werden, dann wenn mehr als 200 Gäste erwartet werden und zusätzliche Technik eingebracht wird. In diesen Fällen sollte der Veranstaltungstechniker bis zum Schluss bleiben. "Es geht darum, das Leben bei Veranstaltungen zu schützen", erinnerte Sandra Gerhardt.
"Wissen für Vereine"
Die regelmäßigen Vereinstreffen dienen zum Austausch mit der Stadtverwaltung, sind aber auch eine Plattform zur gegenseitigen Weitergabe nützlicher Informationen. Sandra Gerhardt stellte das Angebot der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt vor. Vereine und Ehrenamtliche können sich von der DSEE zu Rechtsthemen, Versicherungsschutz und Fördermittelakquise beraten lassen. Darüber hinaus bietet die Stiftung Schulungen unter anderem zum Datenschutz, zur Mitgliedergewinnung, zum Vereinsrecht und zur Gemeinnützigkeit an. Ein weiteres DSEE-Angebot ist die Microförderung. Wenn Vereine Schnuppertage oder Netzwerktreffen ausrichten, um neue Ehrenamtliche zu gewinnen, können sie für diese Veranstaltungen Fördergelder beantragen. In der DSEE-Förderdatenbank finden Vereine zudem einen bundesweiten Überblick über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. "Das ist eine ganz tolle Sache", sagte Sandra Gerhardt.
Für das nächste Vereinstreffen gibt es bereits einen Termin: den 20. Oktober. Ein Treffpunkt steht hingegen noch nicht fest.
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