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Betreff: PM: Stadtverwaltung Spaichingen informiert über Verfahren gegen ehemaligen Kita-Beschäftigten
Sehr geehrte Redaktionen,
Die Stadtverwaltung Spaichingen informiert über den aktuellen Sachstand im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen einen ehemaligen Beschäftigten einer städtischen Kindertageseinrichtung vor dem Landgericht Konstanz. Die zuständige Kriminalpolizei hatte die Stadtverwaltung Ende April über die Ermittlungen und die Festnahme des Beschuldigten informiert. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat gegenüber dem Mann Anklage wegen schweren Kindesmissbrauchs erhoben. Bei der Gerichtsverhandlung hat der ehemalige Mitarbeiter diese Woche eingeräumt, dass er die Kinder seiner Partnerin missbraucht hat.
Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat die Stadtverwaltung Anfang Mai aufgefordert, aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine Informationen zu veröffentlichen. Auch gegenüber den Beschäftigten der Kita und den Eltern sollte Stillschweigen bewahrt werden. Die Stadt kam dieser Aufforderung nach, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Verwaltung hatte in den vergangenen Monaten wiederholt bei der Staatsanwaltschaft angefragt, ob eine Information der Eltern und Beschäftigten möglich sei, dies wurde aber immer wieder von der Staatsanwaltschaft verneint.
Nachdem die Informationen jetzt bei dem laufenden Prozess öffentlich geworden sind, hat die Stadtverwaltung direkt die Beschäftigten und Eltern der betroffenen Kindertageseinrichtung informiert. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, die Information bereits Mitte Mai gemeinsam mit einem Präventionsbeauftragten des Landes bei einem Elternabend bekannt zu geben.
Die Leitung der betroffenen Kindertageseinrichtung hat gemeinsam mit der zuständigen Sachgebiets- und Fachbereichsleitung den Beschäftigungszeitraum des Beschuldigten intern überprüft und aufgearbeitet. Dabei wurden die damaligen Abläufe und Wahrnehmungen im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit betrachtet. Zusätzlich wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden miteinbezogen.
Der Stadtverwaltung lagen während der rund sechsmonatigen Beschäftigung keine Hinweise auf auffälliges oder grenzüberschreitendes Verhalten des Beschuldigten vor. Auch aus den Bewerbungsunterlagen und Dienstzeugnissen aus seiner vorherigen Tätigkeit ergaben sich keine entsprechenden Hinweise. Der Beschuldigte war während seiner Arbeitszeit nicht allein mit den Kindern; in den Gruppen waren grundsätzlich mindestens zwei pädagogische Fachkräfte eingesetzt.
Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe hat die Kindergartenleitung verstärkt darauf geachtet, ob eins der Kinder Auffälligkeiten zeigt. Bislang wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.
Die Kriminalpolizei hatte im Rahmen der Ermittlungsarbeit im Frühjahr Auskünfte und Unterlagen bei der Stadtverwaltung angefragt. Diese wurden vollständig zur Verfügung gestellt. Die Stadt Spaichingen unterstützt die Ermittlungsbehörden umfassend und steht hierzu mit dem Polizeipräsidium Konstanz in Kontakt.
Die Stadt betont, dass es ihr oberstes Interesse war, die Arbeit der Ermittlungsbehörden nicht zu gefährden. Die Stadt hatte den Mitarbeiter nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe unverzüglich freigestellt und anschließend entlassen. Zusätzlich wurde ein Betretungsverbot für die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen ausgesprochen. Gemeinsam mit den Eltern und Kollegen in der Kita soll der Fall nun gemeinsam in einem offenen Prozess transparent aufgearbeitet werden.
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