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Von: Neues aus Freudenstadt
Absender: •••@freudenstadt.de
An: Unsere Redaktion
Betreff: Pressemittelung Firmenbesuch
Sehr geehrte Damen und Herren,
Herr Oberbürgermeister Adrian Sonder hat sich mit den Inhabern der Firma Sanitätshaus Wurster in Freudenstadt getroffen,
das unter Patienten mit Behinderungen in halb Baden-Württemberg ein Stück Lebensqualität und Eigenständigkeit ermöglicht.
Thema waren auch Kosten und Bürokratie im Gesundheitswesen.
Näheres entnehmen Sie gerne beigefügter Pressemitteilung.
Ihnen im Vorgriff schon mal ein schönes Wochenende!
Pressemitteilung
4. April 2025
Dienstauftrag: Lebensqualität auch nach Schicksalsschlägen
Freudenstadt. Auftrag Lebensqualität: Das Sanitätshaus Wurster in Freudenstadt entwickelt sich weiterhin sehr gut. Ein großer Hemmschuh ist die Bürokratie im Gesundheitssystem.
Stefan Wurster, Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, hat bereits einen Brief an den Bundesgesundheitsminister geschrieben. Darin legt er seine Diagnose dar, woran das System seiner Erfahrung nach mitkrankt. "Es gibt rund 120 Krankenkassen in Deutschland, und jede hat eigene Standards, Abläufe und einen eigenen Leistungskatalog. Der administrative Aufwand für uns ist sehr groß. Hier wäre viel Potenzial für den Abbau von Bürokratie und Kosten", so Wurster beim Firmenbesuch von Oberbürgermeister Adrian Sonder.
Er und seine Frau Manuela Wurster, Prokuristin im Unternehmen, führten den Oberbürgermeister durch das moderne Unternehmen. 1963 wurde die Firma gegründet, vor allem um Kriegsversehrte mit Prothesen zu versorgen. In den 1990er-Jahren stieg Sohn Stefan Wurster ein, der den Betrieb in zweiter Generation weiterführt. Mit Fördermitteln aus dem Programm Entwicklung Ländlicher Raum baute der Betrieb im Industriegebiet Freudenstadt neu, 2023 wurde das Gebäude um eine Etage aufgestockt. "Jetzt sind wir gut aufgestellt. Es ist ein gutes Arbeiten hier, für den Betrieb und unsere 70 Mitarbeiter", so Wurster.
Das Sanitätshaus ist unter anderem Dienstleister zur Unterstützung der häuslichen Pflege und leistet damit einen großen Beitrag, um den demografischen Wandel bewältigen zu können, auch von den Sozialausgaben her. Wobei Stefan Wurster sagt, dass der Anstieg des Durchschnittsalters nicht zwingend zu einer größeren Last für den Sozialstaat sein muss: "Früher waren die Menschen im Alter von 70 Jahren körperlich abgearbeitet. Heute radeln viele 70-Jährige auf Mallorca."
Für alle, die durch Krankheit, Behinderung oder Unfälle auf Hilfsmittel angewiesen sind, um möglichst viel Unabhängigkeit im Alltag zu haben, bietet Wurster individuelle Lösungen und Beratungen an. Prothesen werden heute vor allem aus Faserverbundmaterialien und aus thermoplastischen Kunststoffen gefertigt. "Hinter vielen Aufträgen stehen teils tragische Lebensschicksale und oft auch Emotionen. Wir versuchen, optimal zu beraten und so viel Lebensqualität wie möglich zurückzugeben."
Wurster liefert Orthopädie-Technik an Kliniken und Körperbehinderteneinrichtungen bis nach Reutlingen und in den Bodenseeraum. Rollstühle werden individuell für den Patienten konzipiert und gebaut. Dabei wird auch das Wohnumfeld betrachtet. "Dabei werden Situationen des Alltags und der Wohnung berücksichtigt, damit der Patient beispielsweise den Knopf seines Aufzugs im Haus erreichen kann", so Wurster. Orthesen, Prothesen oder Stützkorsette werden durch dreidimensionale Körperscans und am Bildschirm mit CAD-Programmen modelliert.
Die kompletten Abläufe bei der Firma Wurster sind dabei digital. Rund 2500 Aufträge hat das Unternehmen jederzeit in Bearbeitung, komplett papierlos. "Erst wenn es zur Abrechnung an die Kassen geht, muss es ausgedruckt und dort wieder für die weitere Bearbeitung eingescannt werden."
Oberbürgermeister Sonder war nach dem Rundgang beeindruckt von Gebäude, Dienstleistungen und Produktionsabläufen der Firma Wurster: "Ein wichtiges, großartiges und mega-modernes Unternehmen. Die Firma Wurster ist ein Gewinn für Freudenstadt und für ihre vielen Kunden." Sonder, der sich für eine umfassende Staatsreform einsetzt und zu den Erstunterzeichnern der bundesweiten Initiative "Zukunftsstaat" gehört, nahm aber noch weitere Erkenntnisse mit: "Der Alltag im Betrieb zeigt, wo wir noch rückständig und weit hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben. Durch Vereinfachungen und mehr Digitalisierung ließen sich viel unnötiger Aufwand und überflüssige Kosten im System vermeiden."
Bildbeschreibung:
Stefan Wurster (links) und seine Frau Manuela führen Oberbürgermeister Sonder durch die Produktion und Verwaltung der Firma Reha-Zentrum Wurster. Foto: Rath/Stadtverwaltung
Freundlich grüßt Sie
Volker Rath
Stadtverwaltung Freudenstadt
Dezernat I | Pressestelle und Referent des OB
Rathaus Zimmer 1.04
Marktplatz 1, 72250 Freudenstadt
Telefon: +49 7441 890 217
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