Öffentliche Artikelquelle

E-Mail an die Redaktion

Von: Redaktion Kornwestheim

Absender: •••@kornwestheim.de

An: Unsere Redaktion

Betreff: Austausch zwischen den Freundeskreisen zu Philipp Matthäus Hahn und Johann Caspar Lavater

Kornwestheim. Der Freundeskreis Philipp Matthäus Hahn und der Freundeskreis Johann Caspar Lavater haben sich in diesem Jahr in Kornwestheim zu einem gemeinsamen Austausch getroffen. Beide Persönlichkeiten verbanden im 18. Jahrhundert ihre Tätigkeit als evangelische Pfarrer mit vielfältigen Interessen, die weit über ihre kirchlichen Aufgaben hinausgingen. Während Philipp Matthäus Hahn vor allem als Erfinder und Mechaniker bekannt wurde, machte sich Johann Caspar Lavater als Schweizer Theologe und Schriftsteller einen Namen. Insbesondere seine Schriften zur Physiognomik erlangten große Bekanntheit. Dass Hahn und Lavater bereits zu Lebzeiten miteinander verbunden waren, belegt die Kunstwissenschaftlerin Karin Althaus in ihrer 2010 veröffentlichten Dissertation "Die Physiognomik ist ein neues Auge".Demnach standen die beiden seit 1773 in brieflichem Kontakt und begegneten sich mehrfach persönlich. Lavater schätzte Hahns Fähigkeiten als Mathematiker und Mechaniker und bestellte bei ihm eine "astronomische Wunderuhr", eine Bodenstanduhr mit Anzeigen von Uhrzeit, Datum, Sonne, Mond und Fixsternhimmel.. Auch mit Hahns Porträt beschäftigte sich Lavater: Er veröffentlichte es in seinem Werk Physiognomische Fragmente.Hahn wiederum interessierte sich für Lavaters theologische Schriften. Die historischen Verbindungen bilden einen besonderen Anknüpfungspunkt für den heutigen Austausch der beiden Freundeskreise. Bei dem Treffen in Kornwestheim tauschten sich die beiden Freundeskreise über das Leben und Wirken der historischen Persönlichkeiten sowie ihre heutige Erinnerungsarbeit aus. Für das kommende Jahr ist ein Gegenbesuch in Zürich geplant. Dort möchten die Hahn-Freunde das Lavaterhaus besuchen und den Austausch fortsetzen. Eine Gelegenheit, mehr über Philipp Matthäus Hahn und sein Wirken in Kornwestheim zu erfahren, bietet sich am Sonntag, 1. November 2026. An diesem Tag öffnet das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum von 14:00 bis 17:00 Uhr zum letzten Mal in diesem Jahr. Das Museum befindet sich im historischen Pfarrhaus in der Pfarrstraße 7, in dem Philipp Matthäus Hahn von 1770 bis 1781 lebte und wirkte. Es erinnert an seine Arbeit als Pfarrer und Erfinder. Zu sehen sind unter anderem Originale und Nachbildungen seiner technischen Entwicklungen. Der Eintritt ist frei. Weitere Besuchstermine sind nach vorheriger Absprache möglich. Alle Informationen und Kontaktdaten gibt es unter www.freundeskreis-hahn-kornwestheim.de.

Anhänge