Öffentliche Artikelquelle
E-Mail an die Redaktion
Von: Neues aus Freudenstadt
Absender: •••@freudenstadt.de
An: Unsere Redaktion
Betreff: Pressemitteilung Fachkräfteforum Campus Schwarzwald
Werte Redaktionen,
am Montag fand das Fachkräfteforum am Campus Schwarzwald in Freudenstadt statt. Wie kann es gelingen, dringend benötigte Fachkräfte
im Ausland zu gewinnen? Um diese und andere Fragen zum Thema ging es in der Debatte.
Gerne lasse ich Ihnen hierzu eine Pressemitteilung der städtischen Wirtschaftsförderung zukommen, mit freundlicher Bitte um
Veröffentlichung.
Ihnen vielen Dank und einen schönen Tag.
Pressemitteilung
26. November 2025
Pressemitteilung
Fachkräfte aus dem Ausland - mehr Chancen für alle
Fachkräftesicherung im Fokus:
Freudenstadt. Rund 40 interessierte Vertreter aus Wirtschaft, Handwerk und Dienstleistung informierten sich am vergangenen Montag, den 24. November am Campus Schwarzwald rund um das Thema Fachkräftesicherung aus dem Ausland. Die Stadt Freudenstadt hat gemeinsam mit dem Landkreis und der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft und dem Welcome Center der IHK Nordschwarzwald zu einem Fachdialog eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Sicherung von Fachkräften aus dem Ausland - ein Thema, das angesichts des demografischen Wandels immer stärker an Relevanz gewinnt.
Oberbürgermeister Adrian Sonder betonte die fortschreitende demografische Entwicklung und die drastischen Auswirkungen. "Die Rechnung ist auf Basis der Geburtenraten simpel: Wir brauchen Fachkräfte und zwar in ausreichender Zahl auch aus dem Ausland. Ohne Fachkräfte aus dem Ausland wird unser Land in Zukunft nicht funktionsfähig sein."
Bereits heute wird internationale Fachkräftezuwanderung in vielen Branchen erfolgreich gelebt, insbesondere in der Pflege und in dienstleistungsorientierten Bereichen. Diese Beispiele zeigen, dass gelebte Diversität nicht nur den Arbeitsalltag stabilisiert, sondern auch den Wirtschaftsstandort insgesamt stärkt.
Tobias Rapp, Vertreter der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, unterstrich die zentrale Rolle gemeinsamer Lösungsansätze: "Entscheidend ist, Synergien im Kreis konsequent zu nutzen. Wenn Unternehmen vergleichbare Bedarfe haben, sollten sie aktiv auf uns zukommen - wir entwickeln gemeinsam mit unserer Auslandsfachabteilung passgenaue Wege, um diese zu decken." Seine wichtigste Botschaft: "Der Schlüssel liegt im Dialog. Treten Sie mit uns in Kontakt."
Im zweiten Teil der Veranstaltung rückten erfolgreiche Praxisbeispiele in den Mittelpunkt. Zwei Handwerksbetriebe aus Freudenstadt zeigten eindrucksvoll, wie nachhaltige Fachkräftesicherung aus dem Ausland gelingen kann. Elke Latscha, Wirtschaftsbeauftragte der Stadt, stellte praxisnahe Fragen und bekam auch überraschende Antworten:
Der Malerbetrieb Kübler aus Musbach, seit Jahren aktiv in der internationalen Rekrutierung, stellte klar, dass es längst nicht mehr um "günstige Arbeitskräfte" gehe. "Dieses Bild ist überholt. Wir müssen uns anstrengen, weil wir die Menschen ganz dringend brauchen", so Thomas Kübler. Er bietet seinen Mitarbeitern Wohnraum in einem eigenen Teamhaus sowie die Möglichkeit für lange Wochenenden, um mit einem dafür zur Verfügung stehenden Fahrzeug nach Hause zu den Familien zu fahren. Entscheidend sei die Offenheit, über den Tellerrand hinauszublicken: "Andere Länder bilden hervorragend aus - in vielen Bereichen sogar besser als wir. Davon profitieren wir."
Als regionales Best Practice präsentierte sich das Oberlinhaus Freudenstadt, das seit Jahren Maßstäbe in der Qualifizierung internationaler Fachkräfte setzt. Hartwig Hils, Direktor Oberlinhaus in Freudenstadt und Wolfgang Haug, stellv. Campusleiter am Campus für Pflege im Oberlinhaus rekrutieren direkt vor Ort in Indien und Vietnam und arbeiten dort eng mit Partneragenturen zusammen, bevor die Fachkräfte nach Freudenstadt kommen. "Wir bieten ein halbes Jahr sozialpädagogische Begleitung, damit sich die jungen Menschen gut zurechtfinden. Unser Mentorenprogramm sorgt dafür, dass Absolventinnen und Absolventen neue Ankommende an die Hand nehmen", so Hartwig Hils. Der Mehrwert sei eindeutig: "Es ist eine enorme Herausforderung - aber genauso ein Gewinn, mit jungen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzuarbeiten."
Simon Hänel von der Firma Lizergy aus Freudenstadt betonte: "Wenn verschiedene Kulturen und Perspektiven zusammenkommen, entsteht für das ganze Team ein echter Mehrwert."
Fachkundige Unterstützung bietet zudem das Welcome Center Baden-Württemberg. Michaela Thoma erklärte: "Wir verstehen uns als Lotse - für Arbeitgeber ebenso wie für internationale Fachkräfte. Wir begleiten Unternehmen bei Anerkennungsfragen, der Einschätzung internationaler Bewerbungen und unterstützen ganz pragmatisch beim Ausfüllen von Formularen."
Ein gemeinsamer Nenner zeigte sich bei allen Beteiligten: Lange Bearbeitungszeiten und umfangreiche bürokratische Anforderungen bleiben eine zentrale Herausforderung. Am Ende gehe es jedoch immer darum, die passende Person für die passende Aufgabe zu gewinnen. Tobias Rapp von der Agentur für Arbeit unterstrich in diesem Kontext noch einmal, die finanziellen Unterstützungsinstrumente, die zur Verfügung stehen - mit dem klaren Ziel, Hürden für Unternehmen spürbar zu reduzieren und Rekrutierung aus dem Ausland pragmatisch zu erleichtern.
Zum Abschluss bedankte sich Ralf Bohnet, Wirtschaftsbeauftragter des Landkreises, auch stellvertretend für den terminlich verhinderten Landrat, für die Initiative für diese informative Veranstaltung und ermutigte "Menschen Chancen zu bieten, um selbst Möglichkeiten zu kreieren."
Bildunterschrift:
In der Diskussionsrunde (v.r.n.l.): Elke Latscha Wirtschaftsbeauftragte Stadt Freudenstadt, Tobias Rapp, Agentur für Arbeit, Michaela Thoma, Welcome Center, Simon Hänel, Firma Lizergy, Thomas Kübler, Malerbetrieb Kübler, Hartwig Hils Direktor Oberlinhaus in Freudenstadt, Wolfgang Haug stellv. Campusleiter am Campus für Pflege im Oberlinhaus.
Foto: Schmieder/Stadtverwaltung
Freundlich grüßt Sie
Volker Rath
Stadtverwaltung Freudenstadt
Dezernat I | Pressestelle und Referent des OB
Rathaus Zimmer 1.04
Marktplatz 1, 72250 Freudenstadt
Telefon: +49 7441 890 217
www.freudenstadt.de
[Logo_FDS.png]
Bitte prüfen Sie, ob diese Mail wirklich ausgedruckt werden muss!
Diese E-Mail enthält vertrauliche und bzw. oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren und die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail sind nicht gestattet. Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzrichtlinien: www.freudenstadt.de/datenschutz