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Von: Neues aus Freudenstadt
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An: Unsere Redaktion
Betreff: Pressemitteilung aktueller Stand Rußhütte
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Wochenausklang noch eine Pressemitteilung zum Stand des Projekts Translozierung Rußhütte in Freudenstadt.
Ich wünsche ein schönes und hoffentlich dienstfreies Wochenende für Sie.
Pressemitteilung
14. März 2025
Die alte Rußhütte nimmt neue Gestalt an
Freudenstadt-Christophstal. Bauarbeiter raus, Besucher rein? Der Wiederaufbau der denkmalgeschützten Rußhütte auf dem Gelände der Gartenschau Freudenstadt-Baiersbronn 2025 nimmt weiter Gestalt an. Der Abschluss des Projekts dürfte jedoch eine Punktlandung werden.
Der alte Gewölbekeller ist ein Prachtstück geworden, auch der Aufbau der Obergeschosse unter dem schützenden Dach einer großen Plane nimmt Gestalt an. Aber es ist noch viel zu tun. "Für die herausfordernde und besondere Translozierung sowie die Anlage der Außenbereiche werden wir das Zeitfenster bis vor Gartenschau voll benötigen", so Thomas Gärtner, Leiter des Amts für Stadtentwicklung. "Das Wetter der zurückliegenden Wochen hatte die Handwerker herausgefordert." Er ist jedoch davon überzeugt, dass die Rußhütte am "Platzmeisterhaus" und am Ufer des Forbachs eine maßgebliche Bereicherung für das Tal während der gartenschau und darüber hinaus wird.
Die Translozierung der Rußhütte vom bisherigen Standort an der Stuttgarter Straße hatte am 4. März 2024 begonnen. Ausgeführt wird das Projekt von der Firma Jako Baudenkmalpflege GmbH mit Sitz im oberschwäbischen Rot an der Rot. Seither wurde das Gebäude Stein für Stein ab- und am neuen Standort wieder aufgebaut.
Hintergrund: Das Gebäude aus dem Jahr 1849 umfasst zwei Vollgeschosse, mit doppelwändiger Sandsteinmauer konstruiert, mit Dachstuhl darüber. Im Gewölbekeller wurden einst Reißig, Baumzapfen und harzhaltige Baumbestandteile zu Ruß verschwelt. Der Ruß diente seinerzeit als Basis für Pflegemittel, Ölfarben, Druckerschwärze und Zeichentusche.
Landesweit gibt es von einst fünf dokumentierten nur noch zwei erhaltene Rußhütten. Im Christophstal befindet sich das historische industrielle Herz Freudenstadts, in dem Holz, Erz und Glas gewonnen und verarbeitet wurden. Holz und Holzkohle waren einst Treibstoff der Industrialisierung, Rußgewinnung war eine Vorläuferform der chemischen Industrie. Die Steinteerproduktion in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts läuteten dann das Ende dieser Ära ein. Die Freudenstädter Rußhütte wurde auch als Wohnhaus und Gaststätte genutzt.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe trägt den Großteil der Kosten der Translozierung, die mit rund 1,7 Millionen Euro veranschlagt sind. Die Stadt steuert 200.000 Euro bei, um den neuen Standort beim Platzmeisterhaus vorzubereiten und den Innenausbau so vorzubereiten, dass das Gebäude zur Gartenschau begeh- und nutzbar ist.
Aus Sicht der Stadt hat die Translozierung der Rußhütte mehrere Vorteile. Einerseits wird eine Attraktion im Christophstal geschaffen. Andererseits erleichtert der Umzug des Baudenkmals die Pläne für den innerstädtischen Entlastungstunnel. Ein Tunnelmund soll am bisherigen Standort der Rußhütte entstehen.
Weitere Informationen:
www.tal-x.de
Bildbeschreibung:
Einblicke in die neue alte Rußhütte: Der Gewölbekeller ist fertig, unter der schützenden Plane wird derzeit an den Obergeschossen und am Dachstuhl gearbeitet. Fotos: Gärtner/Stadtverwaltung
Freundlich grüßt Sie
Volker Rath
Stadtverwaltung Freudenstadt
Dezernat I | Pressestelle und Referent des OB
Rathaus Zimmer 1.04
Marktplatz 1, 72250 Freudenstadt
Telefon: +49 7441 890 217
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