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Betreff: PM I NS-Verbrechen in der Ortenau im Fokus

NS-Verbrechen in der Ortenau im Fokus 49. Tag der Landesgeschichte in der Schule fand im Rahmen der Heimattage in Oberkirch statt Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen und ihre Auswirkungen in der Ortenau standen im Mittelpunkt des 49. Tags der Landesgeschichte in der Schule. Rund 55 Lehrkräfte und Studierende beschäftigten sich am Mittwoch, 21. Oktober, mit der regionalen Psychiatriegeschichte und der Vermittlung der NS-Verbrechen im Unterricht. Die jährliche Fortbildungsveranstaltung fand im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg am Hans-Furler-Gymnasium in Oberkirch statt. Bürgermeister Christoph Lipps begrüßte die Teilnehmenden in der Heimattagestadt und unterstrich die Bedeutung der regionalen Geschichtsvermittlung. „Geschichte umfasst weit mehr als nur die großen, bekannten Ereignisse“, erklärte Lipps. „Geschichte ereignet sich tagtäglich unmittelbar vor der eigenen Haustür.“ Schulleiter Ingo Kruse betonte die Verantwortung der Schulen. Es sei „unsere tiefste Überzeugung und Pflicht, die Erinnerung an die Gräueltaten in der NS-Zeit wach zu halten“. Regionale Biografien ermöglichten Schülerinnen und Schülern einen greifbaren, emotionalen Zugang zur Vergangenheit, der über die Theorie der Schulbücher hinausgehe. Wie groß das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen war, verdeutlichte Florian Hellberg vom Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in seinem Einführungsvortrag. „Rund 10.600 Menschen wurden alleine in Grafeneck im Rahmen der Aktion T4 von Januar bis Dezember 1940 umgebracht“, erklärte er. Anhand einer dreidimensionalen Visualisierung zeigte Hellberg die systematische Organisation und Ausweitung der Tötungen. Zugleich erläuterte er, wie eng die verschiedenen Maßnahmen der nationalsozialistischen Rassenpolitik miteinander verflochten waren und zahlreiche Lebensbereiche durchdrangen. Weitere Fachvorträge geschichtswissenschaftlicher und -didaktischer Experten befassten sich mit den SS-Medizinern des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof, der Arbeit mit NS-Sondergerichtsakten im Unterricht sowie gehörlosen Jugendlichen in der Hitler-Jugend. Am Nachmittag stand mit einem Besuch in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Illenau in Achern ein regionaler Erinnerungsort im Mittelpunkt. Mindestens 260 Patientinnen und Patienten der Illenau wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmorde getötet. Der damalige Anstaltsleiter Dr. Hans Roemer versuchte, Deportationen zu verhindern oder zu verzögern, befürwortete jedoch zugleich Zwangssterilisationen. Das Illenau Arkaden Museum und der Gedenkweg mit dem Mahnmal „Gedächtnislücke“ erinnern heute an die Opfer und ermöglichen eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Veranstaltet wurde die Fortbildung vom Kompetenzzentrum für Geschichtliche Landeskunde im Unterricht am ZSL, der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Stadt Oberkirch. Informationen zum Bild 1: Bürgermeister Christoph Lipps begrüßte die Teilnehmenden des 49. Tags der Landesgeschichte in der Schule am Hans-Furler-Gymnasium und betonte die Bedeutung der regionalen Geschichtsvermittlung. Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch Informationen zum Bild 2: Rund 55 Lehrkräfte und Studierende beschäftigten sich beim 49. Tag der Landesgeschichte in der Schule mit den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in der Ortenau und deren Vermittlung im Unterricht. Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch Mit den besten Grüßen Tamara Fritsch Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +49 (0) 7802 82-102 mailto:•••@••• Stadtverwaltung Oberkirch Eisenbahnstraße 1 77704 Oberkirch https://www.oberkirch.de Die Informationen in dieser Nachricht sind vertraulich und ausschließlich für den Adressaten bestimmt. Kenntnisnahme durch Dritte ist unzulässig. Die Erstellung von Kopien oder das Weiterleiten an weitere, nicht originäre und benannte Adressaten ist nicht vorgesehen und kann ungesetzlich sein. Falls Sie vermuten, dass diese Nachricht verändert wurde, setzen Sie sich mit dem Absender in Verbindung. Die Stadt Oberkirch übernimmt ohne weitere Überprüfung keine Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts. Unbefugte Empfänger werden gebeten, die Vertraulichkeit der Nachricht zu wahren und den Absender sofort über einen Übertragungsfehler zu informieren.

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