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Betreff: Presseinformation: Gemeinsame Fahrradtour: Stadt und ADFC im Austausch
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P r e s s e m i t t e i l u n g
14. August 2025, Nr. 597 Jonas Sertl (+49 7221 93-2011)
Gemeinsame Fahrradtour: Stadt und ADFC im Austausch
Baden-Baden. Die Stadt Baden-Baden arbeitet aktiv daran, den Radverkehr als wichtigen Bestandteil einer zukunftsfähigen Mobilität auszubauen. Mit den bereits bestehenden Angeboten schafft sie gute Voraussetzungen, um das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiver zu machen und die Bedingungen für den Radverkehr kontinuierlich zu verbessern.
Bei einer gemeinsamen Radtour tauschten sich Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer, Ralph Neininger, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Baden-Baden, weitere Vertreter des ADFC und Fachleute der Stadtverwaltung über die aktuelle Radverkehrssituation aus. Ziel war es, vor Ort gemeinsam wichtige Stellen zu besichtigen und zu erörtern.
Der Auftakt fand an der Fahrradzählstation an der Grünen Einfahrt in Höhe der Eisenbahnstraße statt. Die vom Bund mit 80 Prozent geförderte Anlage erfasst den Radverkehr und liefert wichtige Daten zur Nutzung. Gleichzeitig soll sie die Motivation erhöhen, das Fahrrad noch öfter zu nutzen. Am Verfassungsplatz betrachtete die Gruppe die Radverkehrsführung im Bereich der Waldseestraße und Tunneleinfahrt. Dabei wurde über die Umsetzung verschiedener Möglichkeiten gesprochen, um den Verkehrsfluss für Radfahrer und Fußgänger angenehmer zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Umleitungsstrecke rund um die Neugestaltung des Hindenburgplatzes. Der Fahrradverkehr ordnet sich hier ab dem Festspielhaus in den normalen Straßenverkehr über die Albrecht-Dürer Straße / Kapuziner Straße ein. Die Stadtverwaltung hatte die Radverkehrsführung zu Beginn der Baumaßnahme sowohl straßenverkehrsrechtlich als auch verkehrspolizeilich geprüft. Im Mittelpunkt stand dabei die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
Eine Führung des Radverkehrs entgegen der Einbahnrichtung über die Lange Straße direkt zur Baustelle Hindenburgplatz wurde verworfen, da sie nach Einschätzung der Stadtverwaltung erhebliche Risiken birgt. An der Einmündung zur Albrecht-Dürer-Straße würde eine komplexe und schwer einsehbare Kreuzung entstehen, bei der abbiegende Kraftfahrzeuge die Fahrtrichtung der Radfahrer zwangsläufig kreuzen müssten.
Ein erhöhtes Radverkehrsaufkommen in der Langen Straße würde zudem die verkehrliche Situation dort komplexer und unübersichtlicher gestalten. Auf Höhe des Hindenburgplatzes müssten Radfahrer dann aufgrund der beengten Verhältnisse absteigen. Diese Verpflichtung werde erfahrungsgemäß jedoch häufig missachtet, was im Begegnungs- und Längsverkehr mit Fußgängern regelmäßig zu Behinderungen, Gefährdungen und auch Schädigungen führen könne.
Ein weiterer Haltepunkt war die Maria-Viktoria-Straße. Die dort im Mai 2024 eingerichtete Fahrradstraße wurde zwischenzeitlich aufgehoben und durch eine Tempo-30-Zone ersetzt. Die Entscheidung habe auf einer Gesamtabwägung beruht. Laut Stadtverwaltung seien Rückmeldungen aus der Anwohnerschaft eingegangen. Demnach sei die Strecke nur wenig genutzt und häufig von unberechtigten Fahrzeugen befahren worden.
Zum Abschluss besuchte die Gruppe die Lichtentaler Allee im Bereich Gunzenbachstraße und Hirtenhäuschen. Dort zeigte sich, dass die Verkehrssituation noch verbessert werden könne, damit die Vorfahrt des Radverkehrs besser wahrgenommen wird. Bürgermeister Dr. Krammerbauer und der ADFC-Vorsitzende Neininger bedankten sich bei allen Teilnehmern für den offenen und konstruktiven Austausch. Die gewonnenen Eindrücke würden in die laufenden Planungen zum Radverkehr einfließen.
Bildunterschrift:
Bei einer gemeinsamen Radtour tauschten sich Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer (Mitte) und der ADFC-Vorsitzende Ralph Neininger (rechts) sowie weitere Vertreter des ADFC und Fachleute der Stadtverwaltung über die aktuelle Radverkehrssituation aus.
Foto: Jonas Sertl / Stadt Baden-Baden
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