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Betreff: Gemeinderat Öhringen beschließt umfassendes Maßnahmenpaket für lebendige Innenstadt

Rathausstraße wird Fußgängerzone - THE STÄDT Prozess-Coaching zeigt Wege für zukunftsfähige Stadtentwicklung auf: mehr Radabstellplätze, Barrierefreiheit und runder Tisch "Innenstadtentwicklung" Sehr geehrte Redaktion, der Öhringer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 18. November 2025 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stärkung der Innenstadt beschlossen. Grundlage sind die Ergebnisse des Prozess-Coachings THE STÄDT, das vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gefördert wurde und in enger Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, Einzelhandel und Gemeinderat tragfähige Lösungsansätze entwickelt hat. Breite Beteiligung als Erfolgsrezept Von April bis November 2025 wurden in drei Beteiligungsbausteinen die verschiedenen Perspektiven auf die Öhringer Innenstadt zusammengetragen. Bei der aufsuchenden Beteiligung im Rahmen der Öhringer Woche auf dem Marktplatz erreichte das Projektteam rund 150 bis 170 Personen, die ihre Wünsche und Ideen für die Zukunft der Innenstadt direkt einbringen konnten. In Gesprächen mit Vertretenden des Einzelhandels und in einem Workshop mit dem Gemeinderat wurden gemeinsame Ziele identifiziert: eine lebendige Innenstadt mit erhöhter Aufenthaltsqualität, weniger Parksuchverkehr und guter Erreichbarkeit. "Das Besondere an THE STÄDT ist, dass wir alle relevanten Akteure an einen Tisch gebracht haben", betont Oberbürgermeister Patrick Wegener. "Die Ergebnisse zeigen: Wenn wir gemeinsam diskutieren und Lösungen entwickeln, finden wir tragfähige Kompromisse für eine lebendige Innenstadt, die von allen mitgetragen werden." Verkehrsversuch auf dem Marktplatz für 2026 geplant Ein zentrales Element des Beschlusses ist die Vorbereitung eines Verkehrsversuchs für das Jahr 2026 auf dem Marktplatz. Dabei sollen verschiedene Varianten der Flächennutzung und Verkehrsführung getestet werden. Die konkrete Ausgestaltung wird noch gemeinsam mit den betroffenen Akteuren und der Öffentlichkeit geplant. Eine begleitende Evaluation soll zeigen, welche Maßnahmen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens am besten geeignet sind. Laut Oberbürgermeister Patrick Wegener können zur Reduzierung der sogenannten "Poser" auch Bodenschwellen zum Einsatz kommen. Parkraumstrategie: Fokus auf Innenstadtring Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, eine Parkraumstrategie für die Innenstadt zu konkretisieren. Ziel ist die Verlagerung des ruhenden Kfz-Verkehrs auf die Parkierungsanlagen entlang des Innenstadtrings. Diese werden als gut angebunden und ausreichend dimensioniert betrachtet. Parken innerhalb des Innenstadtrings soll künftig vor allem für Gruppen mit besonderem Nutzungsanspruch - wie Lade- und Lieferverkehr oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen - möglich sein. Ein Grundangebot an Kurzzeitparkständen soll ergänzend bestehen bleiben. Als zentrale Maßnahme soll ein digitales Parkleitsystem geprüft werden, das dynamische Anzeigen der verfügbaren Parkraumkapazitäten beinhaltet. Insbesondere für den Marktplatz wird die Möglichkeit einer Auslastungsanzeige untersucht, um Parksuchverkehr zu reduzieren. Rathausstraße wird Fußgängerzone Die Rathausstraße wird zeitnah dauerhaft als Fußgängerzone ausgewiesen, mit Freigaben für Lieferverkehr, Linienverkehr, Radverkehr und Anwohnende. Damit wird die Straße als fußgängerfreundlicher Ringschluss im Sinne einer "Rundwege-Strategie" zwischen den Fußgängerzonen Poststraße/Rathausstraße/Marktstraße/Marktplatz gestärkt (mit kurzer Unterbrechung auf Höhe Hafenmarkt). Mehr Radabstellanlagen für die Innenstadt Um die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad zu verbessern, soll die Verwaltung Standorte für zusätzliche Radabstellanlagen prüfen, insbesondere im Bereich des Marktplatzes. Angesichts der zunehmenden Verbreitung hochwertiger E-Bikes und Pedelecs wächst der Bedarf an sicheren Abstellmöglichkeiten mit Rahmenhalterungen sowie Lademöglichkeiten. Für wichtige Standorte soll auch eine Überdachung geprüft werden. Barrierefreiheit durch "Komfortstreifen" Zur Verbesserung der Barrierefreiheit soll die Einrichtung sogenannter "Komfortstreifen" in der Innenstadt geprüft werden. Diese Streifen mit ebener und gut berollbarer Oberfläche sollen es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erleichtern, sich in der Innenstadt zu bewegen. Das historische Kopfsteinpflaster, das zwar stadtgestalterisch geschätzt wird, stellt für rollende Hilfsmittel eine Barriere dar. Runder Tisch zur Innenstadtentwicklung Um den Dialog zwischen allen Akteuren zu verstetigen, soll ein runder Tisch zur Innenstadtentwicklung eingerichtet werden. Dieses regelmäßige Austauschformat soll Vertreter der Verwaltung, des Einzelhandels, der Gastronomie und weiterer relevanter Gruppen zusammenbringen. Themen können die Vorbereitung des Verkehrsversuchs, Ideen für Attraktionen oder Kunstinstallationen sowie aktuelle Fragen der Innenstadtentwicklung sein. THE STÄDT als Startschuss für kontinuierlichen Prozess "THE STÄDT war für uns ein wichtiger Impuls, aber kein abgeschlossenes Konzept", erklärt Anna-Maria Dietz, Amtsleiterin für Stadtmarketing und Kultur und Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins Öhringen. Lieblingsstadt. "Die Arbeitshilfe, die uns die Fachbüros bis Jahresende zur Verfügung stellen, enthält weitere infrastrukturelle und prozessuale Maßnahmenvorschläge. Der Prozess der Innenstadtentwicklung geht damit weiter - gemeinsam mit allen, die unsere Stadt mitgestalten wollen." Mit Bitte um Veröffentlichung, vielen Dank. ________________________________ Bildunterschrift: Der Öhringer Gemeinderat hat im Nachgang zum THE STÄDT Prozesscoaching konkrete Maßnahmen für eine lebendige Innenstadt beschlossen, dabei wird unter anderem die Rathausstraße zur Fußgängerzone. Foto © Stadt Öhringen

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