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Strohgäubahn setzt auf Technik gegen Kurvenquietschen
In engen Kurven kann das Zusammenspiel von Rädern und Schienen aus Stahl laute Quietschgeräusche erzeugen. Die Strohgäubahn setzt dagegen Schienenkopfkonditionierungsanlagen ein. Diese Anlagen tragen automatisch eine genau festgelegte Menge eines speziellen Mittels auf die Schienen auf.
Die dünne Schicht aus dem Mittel ändert die Reibung zwischen Rad und Schiene. Reibung ist der Widerstand, der beim Kontakt der beiden Oberflächen entsteht. Dadurch sollen die Züge ruhiger durch die Kurven fahren. Laut dem Technischen Berater Ralf Rotermund reduziert das Mittel außerdem den Verschleiß (Abnutzung) an Rädern und Schienen und verbessert die Laufeigenschaften (Fahrverhalten) der Fahrzeuge.
Vier Anlagen entlang der Strecke
Der Ausgangspunkt war der Abschnitt zwischen dem Haltepunkt Gymnasium und der Werkstatt in Korntal. Dort verläuft die Strecke direkt an Wohnhäusern. Besonders im Kurvenbereich fanden Anwohnerinnen und Anwohner die Fahrgeräusche belastend. Die Verbandsversammlung entschied sich freiwillig für eine Maßnahme gegen das Quietschen in Kurven. In dieser Versammlung entscheiden die Vertreter des Verbandes.
Im September 2017 wurde zunächst versuchsweise in einem Pilotprojekt die erste Anlage installiert. Die Mitteilung gibt an, dass das Konditionierungsmittel etwa 300 Meter weit wirkt. Die Rückmeldungen aus der Nachbarschaft waren überwiegend positiv. Inzwischen gibt es drei weitere Anlagen an der Strecke.