Speedmarathon im Kreis Reutlingen: 1.005 Verstöße
Bei 25 Kontrollen stoppte die Polizei fast 28.800 Fahrzeuge – 43 Anzeigen, sieben Fahrverbote und ein Raser mit rund 60 km/h zu viel.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen hat die Polizei im Rahmen des europaweiten Speedmarathons am 15. April 2026 eine umfangreiche Bilanz gezogen. Im Fokus standen Geschwindigkeitskontrollen in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalbkreis. Nach Angaben der Behörde mussten rund 1.000 Fahrzeugführer beanstandet werden.
Kontrollen an 25 Stellen
Die Verkehrsüberwachung wurde gemeinsam von Verkehrspolizei, Polizeirevieren und den Kommunen deutlich intensiviert. Im Mittelpunkt standen besonders gefahren- und unfallträchtige Strecken in den vier Landkreisen. Insgesamt waren an dem Tag 136 Beamtinnen und Beamte sowie 31 Mitarbeitende der beteiligten Behörden im Einsatz.
An 25 Kontrollstellen wurden die Geschwindigkeiten von knapp 28.800 Fahrzeugen gemessen. Die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer hielt sich laut Polizei an die Regeln. Dennoch wurden 1.005 Verstöße festgestellt.
Mehrere Verstöße mit Konsequenzen
Von den festgestellten Verstößen lagen 43 im Anzeigenbereich. Die Betroffenen müssen damit rechnen, angezeigt zu werden. Sieben Verkehrsteilnehmer waren so schnell unterwegs, dass ihnen ein Fahrverbot droht.
Zusätzlich wurden zwei Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen, weil sie unter der Einwirkung von Drogen standen. Außerdem wurden 14 Fahrerinnen und Fahrer mit dem Handy am Steuer ertappt. Sie müssen mit einem Punkt in Flensburg und einem Bußgeld von mindestens 100 Euro rechnen. Fünf weitere Verkehrsteilnehmer wurden verwarnt, weil sie keinen Gurt angelegt hatten.
Besonders auffälliger Fall
Zu den auffälligsten Fällen zählte ein 46-Jähriger, der auf der schmalen, kurvenreichen L380A zwischen Metzingen-Glems und Eningen mit seinem Audi RS6 bei erlaubten 80 km/h rund 60 km/h zu schnell fuhr. Neben Punkten erwartet ihn laut Mitteilung ein Bußgeld von 560 Euro sowie ein Fahrverbot von mehreren Monaten.
Geschwindigkeit bleibt Schwerpunkt der Überwachung
Das Polizeipräsidium Reutlingen verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Geschwindigkeitsüberwachung für die Verkehrssicherheit. Im vergangenen Jahr verloren im Zuständigkeitsbereich 35 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. In neun Fällen war überhöhte Geschwindigkeit ursächlich oder mitursächlich.
Nach Angaben der Polizei bleibt die konsequente Überwachung der Geschwindigkeit daher ein integraler Bestandteil der polizeilichen Arbeit. Die intensiven Kontrollen sollen in der noch bis Sonntag laufenden Speedweek und auch darüber hinaus fortgesetzt werden.
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